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Sony lässt euch die PS5 Pro nur kaufen wenn ihr beweist dass ihr wirklich spielt

Sony hat offenbar genug von Scalpern.

Zumindest in Japan wird der Kauf einer PlayStation 5 Pro jetzt an eine ziemlich ungewöhnliche Bedingung geknüpft:

Ihr müsst beweisen, dass ihr tatsächlich PlayStation spielt.

Wer sich beim japanischen Sony Store für eine PS5 Pro bewerben möchte, benötigt nicht nur einen japanischen PlayStation-Account.

Auf diesem Account müssen innerhalb der vergangenen zwei Jahre mindestens 60 Stunden Spielzeit auf PS4 oder PS5 registriert worden sein.

Keine 60 Stunden?

Keine Bewerbung.

Und falls sich mehr Spieler anmelden als Konsolen verfügbar sind, entscheidet anschließend auch noch das Los.

Willkommen beim PS5-Pro-Endgegner: Sonys Bestellformular.

60 Stunden PlayStation bevor ihr überhaupt kaufen dürft

Die Regel betrifft aktuell ausschließlich Sonys Verkaufssystem in Japan.

Sony verlangt einen Account, der in Japan registriert ist.

Zusätzlich müssen Käufer zwischen dem 27. September 2024 und dem 27. September 2026 mindestens 60 Stunden Spielzeit auf PS4, PS5 oder beiden Konsolen gesammelt haben.

Damit versucht Sony ziemlich offensichtlich, echte Spieler von reinen Wiederverkäufern zu unterscheiden.

Wer seit Jahren PlayStation spielt, dürfte 60 Stunden problemlos erreichen.

Wer dagegen plötzlich zwanzig Accounts erstellt, um anschließend zwanzig PS5-Pro-Konsolen weiterzuverkaufen, hat ein wesentlich größeres Problem.

Jeder einzelne Account müsste erst einmal die entsprechende Spielhistorie besitzen.

Und selbst dann bekommt ihr die Konsole nicht automatisch

Die nächste Hürde kommt danach.

Wenn mehr berechtigte Käufer eine PS5 Pro bestellen wollen als Sony Geräte zur Verfügung hat, wird ausgelost.

Erst erfolgreiche Teilnehmer dürfen anschließend tatsächlich eine Konsole kaufen.

Sony kombiniert damit gleich mehrere Schutzmechanismen:

Ein lokaler Account.

Nachgewiesene Spielzeit.

Begrenzte Kaufmöglichkeiten.

Und bei zu hoher Nachfrage eine Lotterie.

Scalper dürften schon beim Lesen schlechte Laune bekommen.

Die PS5 Pro ist ausgerechnet kurz vor GTA 6 knapp

Der Zeitpunkt ist natürlich besonders interessant.

Die PS5 Pro kämpft inzwischen in mehreren Regionen mit eingeschränkter Verfügbarkeit.

Auch in Deutschland waren die Preise zuletzt zeitweise völlig aus dem Ruder gelaufen.

Auf GamerInfos hatten wir bereits darüber berichtet, dass einzelne Händler teilweise rund 1.300 Euro für die PS5 Pro verlangten.

Die offizielle UVP liegt deutlich darunter.

Gleichzeitig rückt GTA 6 immer näher.

Rockstars neues Spiel erscheint am 19. November und ist offiziell für die PS5 Pro optimiert.

Wie groß der tatsächliche technische Unterschied zwischen PS5 und PS5 Pro ausfällt, muss sich zwar noch zeigen.

Trotzdem dürfte allein GTA 6 zusätzliche Käufer in Richtung aktueller Konsolen treiben.

Sony versucht damit ein altes PlayStation-Problem anders zu lösen

Wer den Launch der ursprünglichen PS5 erlebt hat, erinnert sich vermutlich noch gut an die Scalper-Problematik.

Konsolen verschwanden innerhalb von Sekunden.

Bots kauften Bestände leer.

Kurz darauf tauchten Geräte zu massiv überhöhten Preisen bei eBay und anderen Plattformen auf.

Sony versucht diesmal offensichtlich einen anderen Ansatz.

Statt ausschließlich technische Bot-Schutzmaßnahmen einzusetzen, wird die Kaufberechtigung direkt mit dem Nutzerkonto verbunden.

Und zwar mit tatsächlicher Nutzung.

Das ist vergleichsweise simpel, könnte aber erstaunlich effektiv sein.

Ganz perfekt ist die Lösung natürlich nicht

Auch Scalper können Videospiele spielen.

60 Stunden innerhalb von zwei Jahren sind ebenfalls keine besonders große Hürde.

Ein regelmäßiger Spieler erreicht diese Zeit möglicherweise innerhalb weniger Wochen.

Das System verhindert also nicht automatisch, dass jemand eine PS5 Pro anschließend teurer weiterverkauft.

Es macht Massenkäufe allerdings erheblich komplizierter.

Vor allem verhindert die Kombination aus Accountbindung und Lotterie, dass ein einzelner Käufer einfach innerhalb weniger Sekunden große Mengen Hardware abgreift.

Und was ist mit komplett neuen PlayStation-Spielern?

Genau hier steckt die etwas kuriose Seite des Systems.

Jemand, der bislang ausschließlich Xbox, Nintendo oder PC gespielt hat und ausgerechnet jetzt wegen GTA 6 erstmals eine PlayStation kaufen möchte, kann die Bedingung natürlich nicht erfüllen.

Auch ein Spieler, der direkt von einer älteren Konsole auf die PS5 Pro wechseln möchte, könnte theoretisch ausgeschlossen sein, wenn auf seinem PSN-Konto nicht genügend aktuelle Spielzeit gespeichert wurde.

Das System bevorzugt damit bewusst bestehende PlayStation-Kunden.

Aus Sonys Perspektive dürfte genau das allerdings der Sinn der Sache sein.

Begrenzter Bestand soll zuerst bei Menschen landen, die nachweislich bereits Teil des PlayStation-Ökosystems sind.

Ob das Modell auch nach Europa kommt ist völlig offen

Aktuell gibt es keinerlei Bestätigung dafür, dass Sony diese Regel auch in Deutschland oder anderen europäischen Ländern einführen möchte.

Die Maßnahme betrifft den japanischen Sony Store.

Trotzdem dürfte Sony ziemlich genau beobachten, wie gut das Modell funktioniert.

Sollte die PS5 Pro rund um GTA 6 weltweit noch knapper werden, wäre es zumindest denkbar, dass ähnliche Kaufbeschränkungen auch in anderen Regionen ausprobiert werden.

Und irgendwie wäre es fast schon typisch:

Früher musste man Geld besitzen, um eine neue Konsole kaufen zu dürfen.

2026 braucht man offenbar zusätzlich einen PlayStation-Lebenslauf.

 

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