Wer aktuell eine PlayStation 5 Pro kaufen möchte, muss genauer auf den Preis schauen. Sonys leistungsstärkste Konsole ist bei einigen deutschen Händlern derzeit nur eingeschränkt zur regulären UVP verfügbar. Marktplatzangebote erreichen teilweise rund 1.300 Euro. Gleichzeitig steht mit GTA 6 im November der wohl wichtigste Konsolen-Release des Jahres bevor.
Eigentlich kostet die PlayStation 5 Pro in Deutschland offiziell 899,99 Euro.
Momentan ist es allerdings nicht immer einfach, die Konsole auch tatsächlich zu diesem Preis zu bekommen. Bei mehreren Händlern und Preisvergleichsportalen schwankt die Verfügbarkeit deutlich.
Besonders auffällig sind Angebote, die bereits weit oberhalb der offiziellen Preisempfehlung liegen.
Rund 400 Euro Aufpreis für eine PS5 Pro
Bei MediaMarkt wurde die PS5 Pro zuletzt beispielsweise für 1.299,99 Euro angeboten.
Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein direktes Angebot von MediaMarkt, sondern um einen externen Verkäufer auf dem Marktplatz des Händlers.
Der Unterschied ist wichtig.
Auf den Webseiten großer Handelsketten können mittlerweile auch Drittanbieter ihre Produkte verkaufen. Ein Angebot auf MediaMarkt bedeutet deshalb nicht automatisch, dass MediaMarkt selbst diesen Preis verlangt.
Trotzdem zeigt der Preis, was bei einer schlechteren Verfügbarkeit passieren kann.
Gegenüber der UVP entspricht das einem Aufschlag von rund 400 Euro.
Auch Preisvergleichsportale führten zuletzt verschiedene Angebote für ungefähr 990 Euro oder mehr.
Komplett ausverkauft ist die Konsole noch nicht
Von einem flächendeckenden Ausverkauf sollte trotzdem nicht gesprochen werden.
Die Situation verändert sich teilweise innerhalb kurzer Zeit. Vereinzelt tauchen weiterhin Konsolen zur UVP oder zumindest wesentlich näher am regulären Preis auf.
Auffällig ist jedoch, dass die PS5 Pro momentan nicht mehr überall selbstverständlich für 899,99 Euro verfügbar ist.
Auch bei Sony selbst gab es zuletzt Einschränkungen.
Sony begrenzt Bestellungen wegen „großer Nachfrage“
Im offiziellen PlayStation Direct Store wird der Kauf der PS5 Pro aufgrund einer „großen Nachfrage“ auf ein Gerät pro Kunde begrenzt.
Zeitweise war die Konsole dort zudem nicht bestellbar.
Sony erklärt für seinen Store, dass die entsprechende Nicht-verfügbar-Anzeige bedeutet, dass der vorhandene Bestand verkauft wurde.
Zumindest zeitweise scheint die Nachfrage damit tatsächlich höher als die unmittelbar verfügbare Stückzahl gewesen zu sein.
Die spannende Frage lautet deshalb: Warum gerade jetzt?
Kaufen sich Spieler bereits für GTA 6 eine PS5 Pro?
Eine mögliche Erklärung ist schnell gefunden.
Grand Theft Auto VI erscheint am 19. November 2026 für PlayStation 5 und Xbox Series X|S.
Eine PC-Version besitzt weiterhin keinen bestätigten Veröffentlichungstermin.
Damit könnten insbesondere PC-Spieler, die GTA 6 direkt zum Release erleben möchten, in den kommenden Monaten zusätzlich in den Konsolenmarkt drängen.
Wer dabei auf der PlayStation-Seite möglichst leistungsfähige Hardware möchte, landet bei der PS5 Pro.
Auch Besitzer einer normalen PS5 könnten den GTA-6-Release als Anlass für ein Upgrade nutzen.
In Community-Diskussionen wird dieser Zusammenhang bereits hergestellt. Berichte über schlechtere Verfügbarkeit gibt es dabei nicht nur aus Deutschland.
GTA 6 als Ursache ist bislang reine Spekulation
Trotzdem sollte man hier klar unterscheiden.
Es gibt derzeit keinen Beleg dafür, dass GTA 6 die aktuelle Situation bei der PS5 Pro verursacht hat.
Sony hat keine entsprechenden Verkaufszahlen veröffentlicht und auch keinen Zusammenhang zwischen dem kommenden Rockstar-Titel und der derzeitigen Nachfrage bestätigt.
Genauso gut könnten mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle spielen.
Dazu gehören die üblichen Schwankungen bei Lagerbeständen und Lieferungen sowie möglicherweise Veränderungen auf dem Komponentenmarkt.
Hardwarehersteller kämpfen mit einem angespannten Speichermarkt
Ein zusätzlicher Faktor könnte die allgemeine Situation in der Hardwareindustrie sein.
Die enorme Nachfrage nach Komponenten für KI-Rechenzentren hat insbesondere verschiedene Speicherprodukte stark in den Fokus gerückt.
Sony hatte zuletzt zwar erklärt, benötigte Komponenten für das laufende Geschäftsjahr abgesichert zu haben. Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, wie viele PS5-Pro-Konsolen zu einem bestimmten Zeitpunkt für einzelne Märkte verfügbar sind.
Ob die derzeitige Speicherentwicklung überhaupt einen direkten Einfluss auf die aktuelle PS5-Pro-Verfügbarkeit besitzt, ist ebenfalls nicht bestätigt.
Eine Kombination aus Liefermengen, schwankenden Beständen und höherer Nachfrage erscheint deshalb momentan plausibler als eine einzelne Ursache.
1.300 Euro sollte derzeit niemand bezahlen müssen
Für Käufer ist vor allem eines wichtig: Nicht von den hohen Marktplatzpreisen unter Druck setzen lassen.
Eine PS5 Pro für 1.299,99 Euro kostet rund 44 Prozent mehr als die offizielle deutsche UVP von 899,99 Euro.
Solange weiterhin reguläre Angebote auftauchen, gibt es wenig Grund, einen derart hohen Aufpreis zu akzeptieren.
Vor dem Kauf sollte außerdem geprüft werden, wer die Konsole tatsächlich verkauft. Gerade bei Marktplätzen kann der tatsächliche Verkäufer ein völlig anderes Unternehmen sein als der Betreiber des bekannten Onlineshops.
Ein Preisvergleich und etwas Geduld können momentan mehrere hundert Euro sparen.
Vor dem GTA-6-Release könnte es noch interessanter werden
Die eigentliche Bewährungsprobe für die Verfügbarkeit könnte ohnehin erst bevorstehen.
Mit dem 19. November 2026 rückt GTA 6 immer näher. Je näher der Veröffentlichungstermin kommt, desto mehr Spieler könnten sich entscheiden, noch eine PS5 oder Xbox Series X|S zu kaufen.
Für Sony könnte insbesondere die PS5 Pro davon profitieren, wenn Spieler Rockstars neues Open-World-Spiel auf der leistungsfähigsten verfügbaren PlayStation erleben möchten.
Ob daraus tatsächlich ein größerer Engpass entsteht, lässt sich aktuell jedoch nicht seriös vorhersagen.
Wer eine PS5 Pro für GTA 6 kaufen möchte, kann die Verfügbarkeit deshalb durchaus im Auge behalten. Panikpreise von 1.200 oder 1.300 Euro sollte man deswegen aber noch lange nicht bezahlen.
GTA 6 mag teuer genug werden – die passende Konsole muss es nicht auch noch sein.
