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GTA 5 wird zum kompletten Überwachungsstaat – und Spieler dürfen alle 235 Kameras zerstören

GTA 5 hat nach inzwischen mehr als einem Jahrzehnt vermutlich schon fast jede verrückte Mod gesehen. Diese hier schafft es trotzdem, noch einmal herauszustechen.

Ein Modder hat Los Santos mit 235 funktionierenden Überwachungskameras vollgestellt.

Sie fotografieren Spieler, können die Polizei alarmieren und machen es deutlich schwieriger, nach einer Straftat unbemerkt zu verschwinden.

Die gute Nachricht:

Ihr könnt jede einzelne Kamera zerstören.

Und natürlich gibt es dafür sogar einen Speedrun-Modus.

235 Kameras beobachten plötzlich Los Santos

Die Mod trägt den passenden Namen GTALPR – Grand Theft Automated License Plate Reader.

Entwickelt wurde sie von einem Modder unter dem Namen WTTDOTM beziehungsweise Morry.

Nach der Installation tauchen insgesamt 235 automatische Kennzeichenkameras in Los Santos auf.

Das Ganze ist nicht einfach nur Dekoration.

Wer durch das Sichtfeld einer Kamera fährt, kann fotografiert werden.

Die Überwachung kann es außerdem deutlich schwieriger machen, der Polizei zu entkommen, weil Kameras den Aufenthaltsort des Spielers verraten können.

Damit bekommt GTA plötzlich eine komplett neue Regel:

Nicht nur die Cops dürfen euch nicht sehen.

Auch die Kamera am Straßenrand wird zum Problem.

Manchmal ruft die Kamera sogar ohne Grund die Polizei

Besonders fies ist eine weitere Funktion.

Die Mod simuliert auch mögliche Fehler automatischer Überwachungssysteme.

Jedes Mal, wenn ein Spieler durch den Erfassungsbereich einer entsprechenden Kamera fährt, besteht laut Beschreibung eine Chance von 1 zu 20, dass völlig grundlos eine Polizeiverfolgung ausgelöst wird.

Ihr könnt also vollkommen friedlich durch Los Santos fahren und plötzlich die Cops am Hals haben.

Wer GTA kennt, dürfte allerdings ohnehin nur selten vollkommen friedlich durch Los Santos fahren.

Natürlich könnt ihr die Kameras einfach kaputtschießen

Es wäre allerdings kein Grand Theft Auto, wenn Spieler sich mit der Überwachung einfach abfinden müssten.

Alle 235 Kameras lassen sich zerstören.

Schießen, dagegenfahren oder mit schwererem Gerät anrücken – die Mod lässt Spielern entsprechende Freiheiten.

Zerstörte Kameras hinterlassen sogar Bauteile.

Diese können im Spiel für 600 GTA-Dollar eingesammelt werden.

Das Ganze wird damit ausgerechnet zu einer kleinen Nebenbeschäftigung:

Kamera finden.

Kamera zerstören.

Teile einsammeln.

Nächste Kamera suchen.

Es gibt sogar einen offiziellen Kamera-Speedrun

Und weil Modder offensichtlich genau wissen, was Spieler mit solchen Systemen machen, wurde direkt ein Speedrun-Modus eingebaut.

Die Mod misst, wie schnell ihr zehn, 50 oder sogar sämtliche 235 Überwachungskameras zerstören könnt.

Damit lässt sich aus dem ursprünglichen Überwachungssystem praktisch ein eigenes Minispiel machen.

Wer die gesamte Stadt möglichst schnell von allen Kameras befreien möchte, bekommt dafür sogar eine entsprechende Statistik.

Manchmal schreibt GTA seine besten Aktivitäten eben immer noch selbst.

Die Mod basiert auf einer echten Diskussion

Ganz zufällig hat sich der Entwickler das Thema nicht ausgesucht.

Die Kameras orientieren sich an automatischen Kennzeichenlesern des US-Unternehmens Flock Safety.

Solche Systeme erfassen vorbeifahrende Fahrzeuge und werden in verschiedenen Regionen der USA eingesetzt.

Über Umfang, Datennutzung, Genauigkeit und Datenschutz solcher Systeme wird dort kontrovers diskutiert.

Der Entwickler nutzt GTA 5 deshalb bewusst als satirischen Kommentar auf diese Debatte.

Nach seinen Angaben entsprechen die 235 Kameras im Spiel sogar nur ungefähr einem Zehntel der Kameras, die ein öffentliches Tracking-Projekt aktuell für Los Angeles County erfasst.

Los Santos basiert bekanntlich stark auf Los Angeles.

Damit funktioniert die Mod gleichzeitig als Witz und als überspitzte Übertragung eines realen Themas in GTA.

Selbst Fotos könnt ihr euch anschließend ansehen

Die Kameras können auf Wunsch sogar tatsächliche Bilder des Spielers aufnehmen.

Diese Aufnahmen lassen sich später über ein eigenes Menü ansehen und speichern.

Dabei werden Anzeigen und Wasserzeichen nachgebildet, die an reale Kennzeichenkameras erinnern.

Spieler können außerdem selbst zusätzliche Kameras platzieren.

Wer also schon immer wissen wollte, wie sein GTA-Charakter beim nächsten völlig legalen Panzer-Ausflug durch Los Santos auf einer Überwachungskamera aussieht, bekommt jetzt endlich die Gelegenheit.

GTA 5 weigert sich einfach zu sterben

Vielleicht ist genau das der Grund, warum GTA 5 selbst kurz vor GTA 6 weiterhin interessant bleibt.

Rockstar veröffentlicht längst nicht mehr ständig große neue Einzelspieler-Inhalte.

Die Community macht einfach selbst weiter.

Aus einem Spiel von 2013 entsteht dadurch plötzlich 2026 ein funktionierender Überwachungs-Simulator mit 235 Kameras, Fotofunktion und Speedrun-Modus.

Die Mod funktioniert laut Entwickler aktuell ausschließlich mit der Legacy-Version des GTA-5-Story-Modus auf dem PC.

Für GTA Online ist sie ausdrücklich nicht vorgesehen.

Schade eigentlich.

235 Kameras gleichzeitig von GTA-Online-Spielern zerstören zu lassen, wäre vermutlich nach ungefähr drei Minuten vorbei.

Was hältst du davon? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

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