Resident Evil und erfolgreiche Kinofilme – diese Kombination war in den vergangenen zwei Jahrzehnten nicht immer selbstverständlich. Zach Creggers neuer Film könnte diese Geschichte allerdings gerade ziemlich spektakulär umschreiben.
Kurz vor dem Kinostart steht Resident Evil bei Rotten Tomatoes aktuell bei unglaublichen 96 Prozent.
Und das ist nicht die Wertung nach fünf handverlesenen Frühkritiken.
Zum Zeitpunkt unseres Abrufs basiert der Wert bereits auf 74 Rezensionen.
Für eine Videospielverfilmung und ganz besonders für Resident Evil ist das ein bemerkenswerter Start.
96 Prozent kurz vor dem Kinostart
Der neue Resident-Evil-Film startet am 18. September 2026 in den Kinos.
Bereits vorher durften Kritiker ihre Bewertungen veröffentlichen – und die fallen überraschend positiv aus.
Rotten Tomatoes führt den Film derzeit mit 96 Prozent im Tomatometer.
Natürlich kann sich dieser Wert mit zusätzlichen Kritiken noch verändern.
74 veröffentlichte Rezensionen sind allerdings bereits eine solide Grundlage und zeigen zumindest, dass hier nicht nur ein paar besonders begeisterte Stimmen den Durchschnitt nach oben ziehen.
Der neue Resident Evil scheint bei der Presse tatsächlich sehr gut anzukommen.
Dabei macht der Film vieles bewusst anders
Zach Cregger versucht nicht, Resident Evil 1 oder Resident Evil 2 Szene für Szene nachzuerzählen.
Im Mittelpunkt steht Bryan, gespielt von Austin Abrams.
Bryan ist ein medizinischer Kurier, der während eines Auftrags mitten in eine eskalierende Horrornacht gerät und schließlich in Richtung Raccoon City gezogen wird.
Chris Redfield, Jill Valentine oder Leon S. Kennedy stehen damit nicht als klassische Hauptfiguren im Zentrum.
Genau das hatte im Vorfeld durchaus für Diskussionen gesorgt.
Cregger erklärte allerdings mehrfach, dass es ihm weniger um eine direkte Adaption einzelner Spiele gehe als um das Gefühl, Resident Evil zu spielen.
Kritiker erkennen offenbar genau dieses Spielgefühl
Mehrere aktuelle Kritiken greifen tatsächlich den Videospielcharakter des Films auf.
Die Financial Times beschreibt Resident Evil als Film mit dem Vorwärtsdrang eines Videospiels und vergibt vier von fünf Sternen.
Auch andere Rezensionen heben hervor, wie Bryan sich durch unterschiedliche Situationen und Orte bewegt und dabei langsam vom völlig überforderten Normalbürger zum Überlebenden wird.
Es geht von einer bedrohlichen Situation in die nächste.
Neue Gegner.
Neue Orte.
Neue Probleme.
Fast wie einzelne Abschnitte eines Spiels.
Horror und Humor scheinen diesmal tatsächlich zusammenzupassen
Besonders interessant ist die Reaktion auf den Humor.
Erst kürzlich erklärte Cregger, dass er nach Testvorführungen zahlreiche Witze aus dem Film entfernt habe, weil Zuschauern die ursprüngliche Version zu lustig gewesen sei.
Offenbar war diese Entscheidung nicht ganz falsch.
Mehrere Kritiker loben gerade die Mischung aus Horror und schwarzem Humor.
Die Associated Press sieht zwar Schwächen im späteren Verlauf, hebt Austin Abrams und die Balance zwischen komischen und brutalen Momenten aber positiv hervor.
Andere Reviews sind noch wesentlich enthusiastischer.
Das Ergebnis ist momentan einer der stärksten Kritikerstarts, die eine Resident-Evil-Verfilmung jemals erlebt hat.
Früher war Resident Evil im Kino eine ganz andere Geschichte
Die Reihe blickt bereits auf zahlreiche Filme zurück.
Vor allem die Produktionen mit Milla Jovovich waren kommerziell teilweise äußerst erfolgreich, wurden von Kritikern aber längst nicht immer freundlich behandelt.
Spätere Versuche, wieder näher an die Spiele heranzurücken, konnten ebenfalls nicht vollständig überzeugen.
Der neue Film startet deshalb unter ungewöhnlichen Voraussetzungen.
Fans hatten teilweise Zweifel an den neuen Figuren.
Cregger wollte bewusst keine direkte Spieleverfilmung machen.
Und trotzdem scheint ausgerechnet dieser Ansatz bei den Kritikern momentan deutlich besser anzukommen als viele frühere Versuche.
Jetzt fehlen nur noch die Zuschauer
Ein Tomatometer von 96 Prozent bedeutet natürlich nicht automatisch, dass jeder Resident-Evil-Fan den Film lieben wird.
Gerade bei großen Marken können Kritiker- und Publikumsreaktionen erheblich auseinanderliegen.
Die wirklich spannende Zahl kommt deshalb erst nach dem Kinostart.
Dann zeigt sich, wie Fans mit Bryan, der neuen Geschichte und Creggers Interpretation der Reihe umgehen.
Der Anfang könnte allerdings kaum besser sein.
Resident Evil startet mit einer Kritikerwertung, die selbst optimistische Fans vermutlich nicht unbedingt erwartet hätten.
Ausgerechnet eine Filmreihe, die früher regelmäßig erklären musste, warum sie so wenig mit den Spielen gemeinsam hat, könnte 2026 plötzlich zu einer der großen positiven Überraschungen unter Videospielverfilmungen werden.
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