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Über 10 PlayStation-Spiele vor dem Aus: Diese Titel verlieren jetzt Server und Funktionen

Für PlayStation-Spieler bringen September und Oktober 2026 eine ungewöhnlich große Welle an Serverabschaltungen und Delistings. Mehr als zehn Spiele für PS5, PS4 und PSVR2 sind betroffen. Während einige Titel lediglich ihren Multiplayer verlieren, können andere anschließend überhaupt nicht mehr gespielt werden. Besonders hart trifft es unter anderem Firewall Ultra und Hawked.

Wenn die Server eines Spiels abgeschaltet werden, muss das nicht zwangsläufig dessen vollständiges Ende bedeuten.

Die kommenden Wochen zeigen allerdings ziemlich deutlich, wie unterschiedlich die Folgen ausfallen können.

Bei mehr als zehn PlayStation-Spielen werden im September und Oktober Online-Dienste eingestellt, Versionen aus dem PlayStation Store entfernt oder ganze Plattformfassungen aufgegeben.

Einige Spiele bleiben anschließend zumindest offline erhalten.

Andere verschwinden praktisch vollständig.

Hawked ist ab dem 7. September Geschichte

Einer der ersten größeren Einschnitte betrifft Hawked.

MY.GAMES hatte bereits im März 2026 angekündigt, den Free-to-Play-Extraction-Shooter einzustellen.

Am 7. September 2026 werden schließlich auch die Konsolen-Server abgeschaltet.

Ingame-Käufe sind bereits seit der ursprünglichen Ankündigung nicht mehr möglich.

Da Hawked für den eigentlichen Spielbetrieb auf seine Online-Infrastruktur angewiesen ist, gibt es nach der Abschaltung auch keine Offline-Alternative.

Damit endet der Titel auf PlayStation vollständig.

Auch Mega Zombie gehört zu den Spielen, deren Online-Dienste im September eingestellt werden und bei denen die Server eine zentrale Rolle für die weitere Nutzbarkeit spielen.

GRID Legends überlebt die Serverabschaltung

Bei GRID Legends sieht die Situation wesentlich besser aus.

Electronic Arts beendet am 11. September 2026 die Online-Dienste der PS5- und PS4-Version.

Multiplayer-Partien und andere Funktionen mit Serveranbindung stehen anschließend nicht mehr zur Verfügung.

Das Rennspiel selbst bleibt jedoch nutzbar.

GRID Legends verfügt über umfangreiche Einzelspieler-Inhalte, sodass unter anderem die Karriere auch nach der Abschaltung weiterhin gespielt werden kann.

Damit gehört der EA-Titel zu den besseren Beispielen dafür, dass das Ende der Server nicht automatisch das Ende eines kompletten Spiels bedeuten muss.

Firewall Ultra wird dagegen komplett unspielbar

Ganz anders sieht es bei Firewall Ultra aus.

Sony stellt die Online-Funktionen des PlayStation-VR2-Shooters am 17. September 2026 um 18 Uhr ein.

Das Problem: Firewall Ultra benötigt dauerhaft eine Verbindung zu seinen Online-Diensten.

Nach der Serverabschaltung lässt sich das Spiel deshalb überhaupt nicht mehr spielen.

Besonders bitter ist dabei das Alter des Titels.

Firewall Ultra erschien erst im August 2023 als einer der größeren Multiplayer-Titel für PlayStation VR2. Entwickler First Contact Entertainment stellte seinen Betrieb bereits wenige Monate später ein.

Nur rund drei Jahre nach der Veröffentlichung folgt nun das endgültige Ende des Spiels.

Tower of Fantasy beendet seine PS4-Unterstützung

Ein vollständiges Aus für alle PlayStation-Spieler gibt es bei Tower of Fantasy dagegen nicht.

Hier wird ausschließlich die PS4-Version eingestellt.

Bereits ab dem 22. September 2026 können über diese Fassung keine Ingame-Inhalte mehr gekauft werden.

Am 20. Oktober 2026 folgt der entscheidende Schritt: Danach können sich Spieler über die PS4-Version nicht mehr einloggen.

Vorhandener Fortschritt soll auf unterstützten Plattformen weiterverwendet werden können.

Die PlayStation-5-Version von Tower of Fantasy ist von dieser konkreten Einstellung nicht betroffen.

Splitgate wechselt auf Peer-to-Peer

Auch eine Serverabschaltung muss nicht zwangsläufig sämtliche Online-Partien unmöglich machen.

Das zeigen Splitgate Arena Reloaded und Empulse.

Bei beiden Titeln werden am 3. September 2026 die dedizierten Server abgeschaltet.

Anstatt die Spiele vollständig einzustellen, sollen Verbindungen anschließend über ein Peer-to-Peer-System ermöglicht werden.

Gleichzeitig endet allerdings die aktive Weiterentwicklung. Mit größeren neuen Inhalten und Updates ist entsprechend nicht mehr zu rechnen.

Auch Warzone auf PS4 und Fortnite sind betroffen

Die Liste wird in den kommenden Wochen noch länger.

Am 4. September verschwindet beispielsweise die PS4-Version von Railbreak aus dem PlayStation Store. An ihre Stelle tritt Railbreak DX für PS5.

Ende September werden außerdem die Online-Dienste von Sociable Soccer 25 eingestellt.

Im Oktober trifft es zusätzlich Rocket Racing innerhalb von Fortnite. Der eigenständige Modus wird eingestellt.

Auch Call of Duty: Warzone verabschiedet sich von einer älteren PlayStation-Plattform. Activision beendet die Unterstützung der PS4-Version im Zusammenhang mit der kommenden Modern-Warfare-4-Saison.

Diese PlayStation-Spiele sind betroffen

Nach aktuellem Stand umfasst die Welle im September und Oktober mindestens folgende Titel:

  • Empulse
  • Splitgate Arena Reloaded
  • Railbreak
  • Hawked
  • Mega Zombie
  • GRID Legends
  • Firewall Ultra
  • Tower of Fantasy
  • Sociable Soccer 25
  • Fortnite: Rocket Racing
  • Call of Duty: Warzone auf PS4

Entscheidend ist allerdings, dass hinter diesen Namen sehr unterschiedliche Konsequenzen stehen.

GRID Legends verliert beispielsweise seinen Multiplayer, bleibt als Einzelspieler-Titel aber erhalten.

Splitgate Arena Reloaded kann dank Peer-to-Peer grundsätzlich weiterhin online funktionieren.

Bei Tower of Fantasy wird lediglich eine Plattformversion aufgegeben.

Hawked und Firewall Ultra trifft es dagegen besonders hart: Ohne die notwendige Online-Infrastruktur bleibt vom eigentlichen Spiel praktisch nichts mehr übrig.

Serverabschaltungen werden zunehmend zum Problem für Spieleerhaltung

Die aktuelle Welle passt damit auch in eine größere Diskussion innerhalb der Spielebranche.

Immer mehr Spiele benötigen dauerhaft oder zumindest für wesentliche Funktionen eine Verbindung zu zentralen Servern.

Solange diese Infrastruktur betrieben wird, fällt das im Alltag kaum auf.

Wird sie abgeschaltet, kann sich ein gekauftes Spiel jedoch innerhalb weniger Sekunden von einem vollständig funktionierenden Produkt in einen nur noch eingeschränkt nutzbaren Titel verwandeln – oder im schlimmsten Fall überhaupt nicht mehr starten.

Selbst eine physische Disc löst dieses Problem nicht zwangsläufig.

Besitzt ein Spiel zwar einen Datenträger, benötigt aber zwingend die Server des Publishers, kann auch die Disc nach deren Abschaltung keinen vollständigen Zugriff mehr ermöglichen.

Gerade Fälle wie Firewall Ultra zeigen deshalb, warum Themen wie Offline-Modi, digitale Besitzrechte und langfristige Spieleerhaltung zunehmend diskutiert werden.

Für Spieler bedeutet die aktuelle Abschaltungswelle zunächst etwas wesentlich Praktischeres: Wer einen der betroffenen Titel noch im ursprünglichen Zustand oder online erleben möchte, sollte sich beeilen. Bei einigen Spielen bleiben nur noch wenige Tage.

Wie seht ihr solche Serverabschaltungen? Sollte bei kostenpflichtigen Spielen grundsätzlich ein Offline-Modus vorhanden sein, damit sie auch nach dem Ende der Server weiter funktionieren?

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