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Sony zahlt Spielern plötzlich Geld zurück – und sagt offiziell kein Wort darüber

Sony testet offenbar eine neue Art, Spieler zum Kauf im PlayStation Store zu bewegen. Auf mehreren PS5-Konsolen tauchen derzeit plötzlich Angebote auf, bei denen Käufer ausgewählter Spiele direkt Guthaben für ihr PlayStation-Wallet zurückbekommen.

Eine große Ankündigung?

Fehlanzeige.

Sony hat die Aktion bislang nicht offiziell vorgestellt. Trotzdem berichten erste Nutzer bereits davon, tatsächlich Geld erhalten zu haben.

Ein Spieler kaufte The Blood of Dawnwalker und bekam nach eigenen Angaben unmittelbar danach 10 US-Dollar Guthaben auf sein PlayStation-Konto.

Und damit wird eine alte Frage plötzlich wieder interessant:

Baut Sony gerade heimlich den Nachfolger von PlayStation Stars?

Unter Spielen taucht plötzlich „Wallet Credit“ auf

Die neuen Hinweise erscheinen direkt auf ausgewählten Produktseiten im PlayStation Store.

Unter The Blood of Dawnwalker wurde beispielsweise der Hinweis „Includes Wallet Credit“ entdeckt. Gleichzeitig nennt Sony dort ein zeitlich begrenztes Ende der jeweiligen Aktion.

Ähnliche Angebote wurden auch bei weiteren Spielen gesichtet.

Dazu gehören unter anderem Halloween: The Game, Resonance: A Plague Tale Legacy, Star Wars Zero Company, Onimusha: Way of the Sword und weitere aktuelle Veröffentlichungen.

Allerdings scheint nicht jeder Nutzer dieselben Angebote zu sehen.

Das deutet darauf hin, dass Sony das System momentan möglicherweise nur mit bestimmten Konten oder in ausgewählten Regionen testet.

Ein Spieler bekam tatsächlich sofort 10 Dollar

Besonders interessant wird die Geschichte durch einen Reddit-Nutzer, der das Ganze nicht nur gesehen, sondern ausprobiert hat.

Er wollte sich eigentlich zwischen Dragon’s Dogma 2 und The Blood of Dawnwalker entscheiden und bemerkte dabei das zusätzliche Wallet-Credit-Angebot.

Am Ende kaufte er beide Spiele.

Nach dem Kauf von The Blood of Dawnwalker seien unmittelbar 10 US-Dollar seinem PlayStation-Wallet gutgeschrieben worden.

Damit handelt es sich zumindest in diesem Fall nicht nur um irgendeinen unfertigen Store-Hinweis.

Das Guthaben wurde tatsächlich ausgezahlt.

Ob Spieler in Deutschland ebenfalls zehn Euro bekommen können, ist momentan allerdings noch nicht offiziell bestätigt.

Kommt PlayStation Stars durch die Hintertür zurück?

Die Geschichte erinnert natürlich sofort an PlayStation Stars.

Sonys bisheriges Treueprogramm belohnte Spieler unter anderem für Käufe und bestimmte Aktivitäten mit Punkten, die später gegen Guthaben oder andere Belohnungen eingetauscht werden konnten.

PlayStation Stars wurde allerdings eingestellt.

Schon Anfang 2026 tauchte im PlayStation Store dann plötzlich ein mysteriöser Eintrag mit der Bezeichnung „Wallet Credits“ auf.

Damals hatten wir auf PlayStationInfo.de bereits über die Hinweise auf ein mögliches neues PlayStation-Belohnungssystem berichtet.

Passiert jetzt genau das?

Möglich.

Bestätigt ist es allerdings noch nicht.

Sony hat weder einen offiziellen Namen für das aktuelle System genannt noch erklärt, ob daraus langfristig ein neues Treueprogramm entstehen soll.

Vielleicht ist es auch einfach nur ein cleverer Rabatt

Es gibt nämlich noch eine wesentlich unspektakulärere Erklärung.

Sony könnte schlicht ausprobieren, ob sich bestimmte neue Spiele besser verkaufen, wenn Käufer einen Teil des Preises als PlayStation-Guthaben zurückbekommen.

Das wäre psychologisch durchaus clever.

Ein Spiel kostet weiterhin beispielsweise 70 Euro.

Statt den Preis auf 60 Euro zu reduzieren, bekommt der Kunde nach dem Kauf zehn Euro zurück, die allerdings im PlayStation-Ökosystem bleiben.

Sony verliert den Kunden also nicht an Steam, Xbox oder den Einzelhandel.

Das Guthaben kann schließlich wieder nur für digitale Inhalte im PlayStation Store ausgegeben werden.

Ein klassischer Rabatt würde dagegen einfach den Verkaufspreis reduzieren.

Für Sony könnte das ziemlich interessant sein

Gerade angesichts der aktuellen Diskussionen über digitale Spiele wäre ein solches Modell strategisch durchaus nachvollziehbar.

Sony hat in den vergangenen Monaten immer stärker versucht, Spieler innerhalb des eigenen Ökosystems zu halten.

Dazu gehören PlayStation Plus, digitale Verkäufe, neue Zahlungsangebote und in den USA inzwischen sogar eine eigene PlayStation Debit Card.

Ein Wallet-Credit-System würde perfekt in diese Strategie passen.

Spieler bekommen das Gefühl, bei einem Kauf etwas zurückzubekommen.

Sony sorgt gleichzeitig dafür, dass dieses Geld mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder im PlayStation Store landet.

Eigentlich ziemlich clever.

Der Haken: Bislang weiß niemand genau wer mitmachen darf

Noch sollte man allerdings nicht davon ausgehen, beim nächsten Spielekauf automatisch zehn Euro zurückzubekommen.

Die Angebote erscheinen offenbar nur bei bestimmten Spielen.

Außerdem scheinen nicht alle Nutzer dieselben Hinweise zu sehen.

Auch die Höhe des Guthabens könnte abhängig vom Spiel oder der Region unterschiedlich ausfallen.

Sony hat bislang weder Teilnahmebedingungen noch eine vollständige Liste aller qualifizierten Titel veröffentlicht.

Das spricht momentan eher für einen begrenzten Test oder eine spezielle Werbeaktion als für den offiziellen Start eines komplett neuen PlayStation-Programms.

Trotzdem könnte hier etwas Größeres vorbereitet werden

Der Zeitpunkt ist jedenfalls interessant.

Zuerst taucht Anfang des Jahres ein mysteriöser „Wallet Credits“-Eintrag im PlayStation Store auf.

Monate später sehen Spieler plötzlich echte Wallet-Credit-Angebote.

Und mindestens ein Käufer berichtet davon, das versprochene Guthaben tatsächlich unmittelbar erhalten zu haben.

Das kann natürlich Zufall beziehungsweise eine zeitlich begrenzte Verkaufsaktion sein.

Es könnte aber genauso gut der erste öffentliche Test eines neuen Systems sein.

Bis Sony etwas ankündigt, bleibt genau dieser Teil Spekulation.

Eines steht allerdings bereits fest:

Wer aktuell ein neues Spiel im PlayStation Store kaufen möchte, sollte vor dem Bezahlen vielleicht einen zweiten Blick auf die Produktseite werfen.

Zehn Euro beziehungsweise zehn Dollar einfach liegenzulassen wäre schließlich irgendwie schade.

Was hältst du davon? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

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