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Kurz vor GTA 6 zieht Rockstar plötzlich die Mod-Bremse – einige Fan-Projekte sind jetzt tabu

GTA und Mods gehören seit Jahrzehnten praktisch zusammen. Spieler bauen neue Autos ein, verändern Los Santos, erschaffen komplette Rollenspielwelten und bringen teilweise sogar alte GTA-Schauplätze in neuere Spiele.

Rockstar zieht nun allerdings deutlich sichtbar Grenzen.

Das Unternehmen hat neue zentrale Mod-Richtlinien veröffentlicht und darin ziemlich genau festgelegt, welche Fan-Projekte künftig außerhalb des erlaubten Bereichs liegen.

Besonders interessant:

Inoffizielle Story-Erweiterungen, zusammengebaute Welten aus verschiedenen Rockstar-Spielen und Ports auf nicht unterstützte Plattformen gehören zu den Bereichen, bei denen Rockstar ausdrücklich eine rote Linie zieht.

Und das alles passiert ausgerechnet wenige Wochen vor GTA 6.

Eigene Story-Erweiterungen können zum Problem werden

Einer der interessantesten Punkte betrifft Fan-Missionen und selbst erstellte Geschichten.

Rockstar möchte nicht, dass Modder bestehende Storylines, Missionen, Figuren oder andere narrative Elemente der eigenen Spiele unerlaubt erweitern oder verändern.

Das könnte beispielsweise Projekte betreffen, die sich als inoffizieller Story-DLC verstehen.

Also etwa:

„Hier ist die Fortsetzung der Geschichte von Trevor.“

Oder:

„Wir haben einen komplett neuen GTA-5-DLC gebaut.“

Genau solche besonders ambitionierten Projekte bewegen sich nach den neuen Richtlinien auf problematischem Terrain.

Kleine Änderungen am normalen Singleplayer sind dagegen nicht grundsätzlich verboten.

Rockstar macht also nicht einfach sämtliche Mods dicht.

Auch GTA-Welten sollen nicht einfach zusammengeschoben werden

Ein weiterer Punkt dürfte einige langjährige GTA-Modder besonders treffen.

Inhalte verschiedener Rockstar-Spiele sollen nicht ohne Weiteres miteinander kombiniert werden.

Ein klassisches Beispiel wäre Liberty City aus GTA 4, das vollständig innerhalb von GTA 5 nachgebaut oder übertragen wird.

Genau solche Projekte haben innerhalb der GTA-Modding-Szene eine lange Tradition.

Rockstar macht nun jedoch deutlicher, dass Karten, Charaktere und andere Inhalte verschiedener eigener Spiele nicht einfach miteinander vermischt werden sollen.

Das dürfte gerade nach den jüngsten Rockstar-Leaks Aufmerksamkeit bekommen.

In den vergangenen Tagen wurden nämlich erneut alte Entwicklungsdateien analysiert und sogar frühe GTA-6-Kartenbestandteile experimentell innerhalb anderer Rockstar-Umgebungen zum Laufen gebracht.

GTA auf der Switch? Rockstar sagt ziemlich eindeutig Nein

Auch bei inoffiziellen Ports wird Rockstar konkret.

Modder sollen Rockstar-Spiele nicht auf Plattformen oder Hardware bringen, auf denen das Unternehmen sie selbst nie veröffentlicht hat.

Das ist aktuell besonders interessant.

Erst kürzlich sorgten Projekte für Aufmerksamkeit, die ältere GTA-Spiele auf ungewöhnlicher Nintendo-Hardware zum Laufen bringen.

Auch an einer inoffiziellen GTA-5-Version für Nintendo Switch wurde gearbeitet.

Genau solche Projekte fallen ziemlich eindeutig in den Bereich, den Rockstar nicht erlaubt.

Das bedeutet nicht automatisch, dass morgen jede entsprechende Mod per Anwaltsschreiben verschwindet.

Die Richtlinien machen allerdings sehr deutlich, auf welcher Seite der Linie Rockstar diese Projekte sieht.

Kurz vor GTA 6 ist das Timing natürlich auffällig

Rockstars neue zentrale Mod-Seite trägt das Datum 10. September 2026.

Der zugehörige Support-Bereich wurde Mitte September aktualisiert.

GTA 6 erscheint bereits am 19. November für PlayStation 5 und Xbox Series X|S.

Da liegt die Vermutung natürlich nahe, dass Rockstar die Regeln schon einmal sortiert, bevor Millionen Spieler auf das nächste Grand Theft Auto losgelassen werden.

Trotzdem sollte man nicht mehr daraus machen, als tatsächlich bestätigt ist.

Rockstar sagt nicht, dass diese Richtlinien speziell wegen GTA 6 erstellt wurden.

Die Regeln gelten grundsätzlich für die Spiele und Marken des Unternehmens.

Eine PC-Version von GTA 6 wurde bislang ebenfalls weiterhin nicht terminiert.

Große GTA-6-Mod-Projekte stehen deshalb ohnehin noch nicht unmittelbar vor der Tür.

GTA Roleplay ist dagegen längst offiziell angekommen

Interessanterweise bedeutet die strengere Regelung nicht, dass Rockstar plötzlich etwas gegen sämtliche Community-Inhalte hat.

Ganz im Gegenteil.

Das Unternehmen hat die Entwickler hinter FiveM und RedM bereits 2023 übernommen und baut seine offizielle Creator Platform inzwischen stark aus.

Mit NoPixel V geht Rockstar inzwischen sogar noch einen Schritt weiter.

PlayStationInfo.de hatte Anfang September bereits darüber berichtet, wie Rockstar mit NoPixel V eine der größten GTA-Roleplay-Communities direkt in das eigene Ökosystem holt.

Die Botschaft scheint damit relativ klar:

Community-Inhalte ja.

Aber möglichst innerhalb der von Rockstar kontrollierten Grenzen.

Auch mit Mods Geld verdienen wird stärker kontrolliert

Besonders sensibel wird das Ganze beim Thema Geld.

Kommerzielle Mods und Multiplayer-Projekte sollen sich innerhalb von Rockstars offiziellen Plattformen und Lizenzbedingungen bewegen.

Das Unternehmen will damit verständlicherweise verhindern, dass Dritte mit Rockstar-Marken eigene Geschäfte aufbauen, ohne dass Rockstar darüber Kontrolle hat.

Auch problematische Monetarisierungsmodelle wie Glücksspielmechaniken oder ähnliche Systeme werden stark eingeschränkt.

Für kleine Singleplayer-Mods dürfte das häufig kaum Auswirkungen haben.

Für große kommerzielle Projekte, RP-Server oder komplette Fan-Erweiterungen sieht die Sache dagegen anders aus.

Je größer das Projekt wird, desto wichtiger dürften Rockstars Regeln werden.

Das Ende der GTA-Mods ist das trotzdem nicht

Bei solchen Meldungen entsteht schnell die Überschrift:

„Rockstar verbietet Mods.“

Das wäre falsch.

Normale nicht kommerzielle Singleplayer-Modifikationen bleiben weiterhin grundsätzlich möglich, solange sie sich innerhalb der aufgestellten Grenzen bewegen.

Eine neue Fahrzeugmod oder eine Grafikverbesserung ist etwas völlig anderes als ein kompletter inoffizieller GTA-Port für Nintendo Switch.

Genau diese Unterscheidung ist wichtig.

Rockstar möchte die Modding-Szene offensichtlich nicht zerstören.

Immerhin hat genau diese Szene einen erheblichen Anteil daran, dass GTA 5 auf dem PC nach mehr als einem Jahrzehnt noch immer riesig ist.

Das Unternehmen möchte allerdings stärker kontrollieren, wie weit Modder mit seinen Marken gehen dürfen.

Für GTA 6 könnte das erst der Anfang sein

Spannend wird die Geschichte spätestens dann, wenn GTA 6 irgendwann auf dem PC erscheint.

GTA 5 hat über Mods Dinge bekommen, die Rockstar selbst vermutlich niemals entwickelt hätte.

Realistische Grafikpakete.

Superhelden.

Komplett neue Fahrzeuge.

Polizei-Simulatoren.

Roleplay.

Andere Städte.

Und ziemlich viel völligen Unsinn.

Bei GTA 6 dürfte das Interesse noch einmal erheblich größer sein.

Rockstar scheint deshalb schon jetzt klarzumachen:

Ihr dürft kreativ sein.

Aber nicht alles, was technisch möglich ist, wird automatisch toleriert.

Bei einer Community, die wahrscheinlich schon am ersten Tag versuchen würde, Shrek, Thomas die Lokomotive und CJ nach Leonida zu bringen, dürfte Rockstar damit vermutlich trotzdem einiges zu tun bekommen.

Was hältst du davon? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

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