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PS6 könnte das Ende einer PlayStation-Ära werden – Mark Cerny spricht erstmals übers Aufhören

Die PlayStation 6 könnte nicht nur eine neue Konsolengeneration einläuten, sondern möglicherweise auch das Ende einer ziemlich wichtigen PlayStation-Ära. Mark Cerny, der technische Kopf hinter PS4 und PS5, spricht erstmals erstaunlich offen darüber, dass sich seine Karriere langsam dem Ende nähert. Aufhören will der 62-Jährige zwar noch nicht – doch ausgerechnet während er an Technologien für zukünftige PlayStation-Hardware arbeitet, denkt er zunehmend darüber nach, was danach kommt.

Mark Cerny und moderne PlayStation-Hardware sind inzwischen kaum voneinander zu trennen.

Er war leitender Systemarchitekt der PlayStation 4 und übernahm diese Rolle erneut bei der PlayStation 5.

Auch an Technologien für zukünftige PlayStation-Hardware arbeitet Cerny weiterhin.

Doch irgendwann wird Sony ohne ihn auskommen müssen.

Und erstmals klingt es so, als würde sich Cerny selbst intensiver mit diesem Zeitpunkt beschäftigen.

Mark Cerny spricht plötzlich über sein Karriereende

Die bemerkenswerte Aussage machte Cerny gegenüber Game File.

Er erklärte, dass er sich inzwischen dem Ende seiner Karriere nähere.

Wichtig ist allerdings der unmittelbar folgende Zusatz:

Er sei noch nicht fertig.

Eine konkrete Abschiedsankündigung ist das also keinesfalls.

Cerny nennt weder ein Jahr für seinen Rückzug noch sagt er, welches PlayStation-Projekt sein letztes sein könnte.

Trotzdem klingt die Aussage bei einem Mann, der weiterhin eng an Sonys zukünftigen Technologien arbeitet, zwangsläufig interessant.

Könnte ausgerechnet die PS6 seine letzte PlayStation werden?

Und damit kommen wir zur eigentlich spannenden Frage.

Ist die PlayStation 6 möglicherweise Cernys letzte große Konsolengeneration?

Eine offizielle Antwort darauf gibt es nicht.

Sony hat Cerny bislang auch nicht offiziell als Systemarchitekten der PS6 angekündigt.

Fest steht allerdings, dass er gemeinsam mit AMD an Technologien arbeitet, die für zukünftige PlayStation-Hardware entwickelt werden.

Im Rahmen von Project Amethyst beschäftigen sich Sony und AMD unter anderem mit Machine Learning und zukünftigen Grafiktechnologien.

Cerny selbst hat bereits darüber gesprochen, entsprechende Entwicklungen in einer zukünftigen Konsole „in einigen Jahren“ sehen zu wollen.

Er arbeitet also weiterhin aktiv an der PlayStation-Zukunft.

Wenn er gleichzeitig davon spricht, sich langsam dem Ende seiner Karriere zu nähern, liegt eine Vermutung zumindest nahe:

Die kommende Generation könnte eine seiner letzten großen Aufgaben für PlayStation werden.

Mehr als eine Einordnung ist das derzeit allerdings ausdrücklich nicht.

Ohne Cerny würde sich bei PlayStation einiges verändern

Für jüngere Spieler ist Cerny vor allem der Mann aus den teilweise ziemlich technischen PlayStation-Präsentationen.

Seine Bedeutung für Sony geht allerdings deutlich weiter zurück.

Bei der PS4 spielte er eine entscheidende Rolle bei der grundlegenden Architektur der Konsole.

Das war für Sony besonders wichtig, weil die PlayStation 3 aufgrund ihrer ungewöhnlichen Cell-Architektur für Entwickler teilweise schwierig zu handhaben war.

Die PS4 sollte wesentlich entwicklerfreundlicher werden.

Dieses Prinzip setzte Sony bei der PS5 fort.

Auch dort war Cerny als leitender Systemarchitekt maßgeblich beteiligt.

Die extrem schnelle SSD, die gesamte Speicherarchitektur und viele weitere technische Entscheidungen wurden unter seiner Leitung beziehungsweise Beteiligung entwickelt.

Selbst die PS5 Pro trägt noch deutlich seine Handschrift

Auch mit der normalen PS5 war Cernys Arbeit nicht beendet.

Er spielte ebenfalls bei der PS5 Pro eine zentrale Rolle und arbeitet gemeinsam mit AMD weiter an zukünftigen Technologien.

Dabei geht es längst nicht mehr ausschließlich darum, immer stärkere Hardware zu bauen.

Machine Learning, Raytracing und intelligentere Verfahren zur Bildberechnung werden für zukünftige Konsolen zunehmend wichtiger.

Genau diese Technologien könnten bei der nächsten PlayStation-Generation eine zentrale Rolle spielen.

Sollte die PS6 tatsächlich Cernys letzter großer Konsolenzyklus werden, würde er seine PlayStation-Karriere also ausgerechnet mit einer Generation beenden, die technisch einen weiteren großen Wandel einleiten könnte.

Cerny denkt bereits an die Generation nach ihm

Dass seine Aussagen nicht einfach beiläufig gefallen sind, zeigt ein neues Projekt außerhalb von PlayStation.

Gemeinsam mit Geoff Keighley hat Cerny die Nova Games Foundation gegründet.

Und dabei geht es ausdrücklich um die nächste Generation von Spieleentwicklern.

Cerny und Keighley haben jeweils mehrere Millionen Dollar ihres eigenen Vermögens in das Projekt investiert.

Jährlich sollen 20 junge Game-Designer jeweils 100.000 US-Dollar erhalten.

Mit diesem Geld können sie ihre eigenen Spiele entwickeln.

Und das Beste: Die Entwickler müssen ihr Spiel nicht abgeben

Die Bedingungen sind ungewöhnlich attraktiv.

Die Stiftung verlangt keine Anteile an den Studios.

Sie bekommt keine Eigentumsrechte an den entwickelten Spielen.

Und das Geld muss auch nicht zurückgezahlt werden.

Die Entwickler behalten ihre Projekte vollständig selbst.

Später können sie eigenständig entscheiden, ob sie ihr Spiel beispielsweise mit einem Publisher veröffentlichen oder einen anderen Weg wählen.

Nova kann bei der Kontaktaufnahme zu Publishern helfen, verdient an entsprechenden Vereinbarungen allerdings nicht mit.

Besonders gute Projekte können noch einmal richtig Geld bekommen

Bei den 100.000 Dollar muss es ebenfalls nicht bleiben.

Rund ein Viertel der geförderten Projekte kann zusätzliche Unterstützung erhalten.

Abhängig vom Entwicklungsfortschritt sind weitere Finanzierungen von bis zu 500.000 US-Dollar möglich.

Damit geht es nicht nur um kleine Studentenprojekte.

Aus der Förderung könnten tatsächlich vollständige kommerzielle Spiele entstehen.

Und Cerny möchte offenbar nicht ausschließlich mit Geld helfen.

Teilnehmer sollen auch Zugang zu erfahrenen Entwicklern und Mentoren aus der Spielebranche erhalten.

Sogar Deutschland ist dabei

Das Programm startet international.

13 Hochschulprogramme aus acht Ländern nehmen an der ersten Runde teil.

Neben bekannten Einrichtungen wie der New York University, der University of Southern California, der Abertay University und dem Royal Melbourne Institute of Technology ist auch Deutschland vertreten.

Studierende der TH Köln können sich ebenfalls für die Förderung qualifizieren.

Die ersten Bewerbungen sollen im Dezember starten.

Im März 2027 sollen anschließend die ersten ausgewählten Entwickler bekannt gegeben werden.

Cerny will offenbar etwas zurückgeben

Genau hier bekommt seine Aussage über das nahende Karriereende einen anderen Kontext.

Cerny beschäftigt sich zunehmend mit der Frage, was nach seiner eigenen aktiven Laufbahn bleibt.

Nach mehr als vier Jahrzehnten innerhalb der Spieleindustrie möchte er Wissen und Möglichkeiten an jüngere Entwickler weitergeben.

Seine eigene Karriere begann schließlich lange vor der PlayStation.

Cerny arbeitete bereits in den 1980er-Jahren an Spielen und war später unter anderem an Marble Madness, Sonic the Hedgehog 2 sowie Projekten rund um Naughty Dog beteiligt.

Danach wurde er zu einer der wichtigsten technischen Figuren hinter Sonys modernen Konsolen.

Irgendwann braucht PlayStation einen Nachfolger

Wer Cerny irgendwann beerben könnte, ist derzeit vollkommen offen.

Sony hat keinen Nachfolger angekündigt.

Dafür besteht momentan auch kein Grund.

Cerny arbeitet weiter und betont selbst ausdrücklich, noch nicht fertig zu sein.

Trotzdem ist erstmals ziemlich deutlich, dass die Ära Mark Cerny nicht unbegrenzt weitergehen wird.

PS4 und PS5 tragen seine technische Handschrift.

An zukünftiger PlayStation-Technologie arbeitet er ebenfalls.

Damit könnte die PS6 tatsächlich zu einer Art Abschluss seiner außergewöhnlichen PlayStation-Laufbahn werden.

Vielleicht bleibt Cerny anschließend noch viele Jahre beteiligt.

Vielleicht wechselt er irgendwann in eine beratende Rolle.

Oder die nächste Konsolengeneration wird tatsächlich sein letztes großes PlayStation-Projekt.

Das weiß momentan vermutlich nur ein sehr kleiner Kreis – wenn überhaupt.

Aber wenn der Architekt von PS4 und PS5 selbst sagt, dass er sich langsam dem Ende seiner Karriere nähert, bekommt die kommende PlayStation-Generation plötzlich noch eine ganz andere Bedeutung.

Was meint ihr: Könnt ihr euch eine PlayStation-Generation ohne Mark Cerny überhaupt vorstellen oder wäre die PS6 ein passender Abschluss seiner Karriere?

Quelle

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