.NewsPlayStation-Boykott wird verschärft: Protest gegen Sony soll offenbar unbegrenzt weitergehen

PlayStation-Boykott wird verschärft: Protest gegen Sony soll offenbar unbegrenzt weitergehen

Aus einer Woche könnte ein deutlich längerer Protest werden. Der derzeit laufende PlayStation-Boykott gegen Sony sollte ursprünglich am 30. August 2026 enden. Nun haben die Unterstützer ihre Strategie offenbar geändert: Ein festes Enddatum soll es nicht mehr geben. Stattdessen soll der Protest so lange weitergehen, bis Sony auf die Forderungen reagiert.

Seit dem 23. August versuchen Teile der PlayStation-Community, mit einem Boykott Druck auf Sony auszuüben.

Spieler sollen ihre Konsolen möglichst ausgeschaltet lassen, sich nicht im PlayStation Network anmelden und vor allem kein weiteres Geld für Spiele, Abonnements oder andere PlayStation-Produkte ausgeben.

Geplant war die Aktion zunächst für genau eine Woche. Doch ausgerechnet diese zeitliche Begrenzung sorgte bereits im Vorfeld für Kritik.

Nun wurde offenbar darauf reagiert.

Der 30. August soll nicht mehr das Ende sein

Nach einem aktuellen Bericht von TheGamer soll der PlayStation-Boykott nicht mehr automatisch am 30. August 2026 beendet werden.

Stattdessen soll die Aktion auf unbestimmte Zeit fortgesetzt werden.

Das ursprüngliche Konzept sah vor, zwischen dem 23. und 30. August möglichst vollständig auf PlayStation zu verzichten. Danach hätten die Teilnehmer theoretisch wieder zu ihren Konsolen zurückkehren können.

Genau darin sahen Kritiker allerdings eine entscheidende Schwäche der Aktion.

Wenn Sony von Anfang an weiß, dass der Protest nach sieben Tagen endet, müsste das Unternehmen schließlich lediglich diese vergleichsweise kurze Zeit überstehen.

Mit dem Wegfall des Enddatums soll dieses Problem offenbar beseitigt werden.

Unterstützer sollen weiter auf PlayStation verzichten

Die grundlegenden Regeln des Boykotts bleiben dabei offenbar bestehen.

Teilnehmer werden dazu aufgerufen, PS4 und PS5 möglichst nicht zu verwenden und sich nicht im PlayStation Network anzumelden.

Noch wichtiger dürfte allerdings der finanzielle Teil des Protests sein. Unterstützer sollen keine Spiele im PlayStation Store kaufen, auf DLCs und Mikrotransaktionen verzichten und möglichst keine neuen Abonnements abschließen.

Auch vom Kauf neuer PlayStation-Hardware und Zubehör wird abgeraten.

Wie lange das tatsächlich durchgezogen werden soll, ist nun allerdings offen.

Sorge um physische PlayStation-Spiele treibt den Protest an

Hinter der Aktion steckt vor allem die Befürchtung einiger Spieler, dass physische Spiele innerhalb des PlayStation-Geschäfts langfristig immer weiter zurückgedrängt werden könnten.

Eine vollständig digitale Zukunft stößt insbesondere bei Sammlern und Verfechtern physischer Medien auf Widerstand.

Disc-Spiele können schließlich weiterverkauft, verliehen oder gebraucht gekauft werden. Zudem bleiben Spieler weniger stark von digitalen Stores und deren langfristiger Verfügbarkeit abhängig.

Die Kritik der Bewegung beschränkt sich inzwischen allerdings nicht mehr ausschließlich auf physische Spiele.

Auch steigende Preise, PlayStation Plus und verschiedene strategische Entscheidungen von Sony werden innerhalb der Community diskutiert.

Doch wie viele Spieler beteiligen sich überhaupt?

Dass ein Boykott nun theoretisch unbegrenzt weiterläuft, bedeutet noch lange nicht, dass er Sony tatsächlich unter Druck setzen kann.

Dafür wäre vor allem eine ausreichend große Beteiligung notwendig.

Bislang gibt es keine verlässlichen Zahlen dazu, wie viele PlayStation-Spieler tatsächlich am sogenannten PSBlackout teilnehmen.

In sozialen Netzwerken veröffentlichen einige Unterstützer Fotos ihrer ausgeschalteten oder sogar komplett vom Strom getrennten Konsolen. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Kommentare von Spielern, die den Boykott ablehnen oder einfach weiterspielen.

Angesichts der enormen weltweiten PlayStation-Nutzerbasis dürfte die tatsächliche Größe der Bewegung deshalb entscheidend sein.

Für Sony dürfte der Kaufverzicht wichtiger sein

Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Eine ausgeschaltete PS5 allein kostet Sony zunächst kaum Geld.

Die Konsole wurde schließlich bereits gekauft.

Wirtschaftlich interessanter wird es, wenn Spieler tatsächlich über einen längeren Zeitraum auf weitere Ausgaben verzichten.

Keine neuen Spiele aus dem PlayStation Store, keine Mikrotransaktionen, keine DLCs und möglicherweise gekündigte oder nicht verlängerte PlayStation-Plus-Abonnements könnten deutlich stärkere Auswirkungen haben als reine Spielpausen.

Sollte sich der Protest tatsächlich über mehrere Wochen oder Monate ziehen, dürfte deshalb weniger die Anzahl ausgeschalteter Konsolen als vielmehr das veränderte Kaufverhalten interessant werden.

Aus dem PSBlackout könnte ein langfristiger Protest werden

Die Änderung der Strategie macht den PlayStation-Boykott zumindest konsequenter als ursprünglich geplant.

Statt Sony bereits vorher mitzuteilen, wann alle wieder zurückkehren, bleibt nun offen, wie lange einzelne Teilnehmer tatsächlich durchhalten.

Ob daraus allerdings eine langfristige Bewegung entsteht oder die Beteiligung nach einigen Tagen deutlich zurückgeht, lässt sich derzeit kaum einschätzen.

Auch eine erkennbare Reaktion von Sony auf den Boykott gibt es bislang nicht.

Damit beginnt für die Aktion eigentlich erst jetzt die entscheidende Phase: Bleiben genügend Spieler auch über den ursprünglich geplanten 30. August hinaus dabei?

Was meint ihr: Ist ein Boykott ohne festes Enddatum sinnvoller – oder glaubt ihr, dass die meisten Teilnehmer ohnehin nach kurzer Zeit wieder auf ihrer PlayStation spielen werden?

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