Manchmal produziert der deutsche PlayStation Store Situationen, die man kaum besser erfinden könnte. Besitzer von Fallout 76 mit PlayStation Plus Essential bekommen die neue native PS5-Version des Spiels nun doch als Upgrade.
Eigentlich kostenlos.
Außer in Deutschland.
Hier werden Spieler dafür aus Jugendschutzgründen genau einen Euro bezahlen müssen.
Ja, wirklich.
Während Bethesda das Upgrade international ohne zusätzliche Kosten freischaltet, verlangt der deutsche PlayStation Store ausgerechnet den berühmten symbolischen Euro.
PS-Plus-Essential-Spieler gingen zunächst leer aus
Fallout 76 hat inzwischen endlich eine echte native Version für PlayStation 5 erhalten.
Wer das Spiel digital gekauft hat, eine Disc besitzt oder über PlayStation Plus Extra beziehungsweise Premium darauf zugreift, kann auf die neue Fassung wechseln.
Bei Spielern, die Fallout 76 irgendwann über PlayStation Plus Essential erhalten hatten, sah die Sache zunächst anders aus.
Sie konnten die native PS5-Version nicht einfach herunterladen.
Das sorgte verständlicherweise für Verwirrung.
Schließlich befand sich Fallout 76 bereits in ihrer Spielebibliothek.
Bethesda hat die Situation inzwischen geklärt.
Auch Essential-Spieler bekommen Zugriff auf die PS5-Version.
Sie müssen allerdings noch ein paar Tage länger warten.
Am 25. September wird das Upgrade freigeschaltet
Bethesda nennt inzwischen einen konkreten Termin.
Spieler, die Fallout 76 über PlayStation Plus Essential besitzen, sollen die native PS5-Version ab Freitag, dem 25. September 2026 herunterladen können.
International erfolgt das Upgrade ohne zusätzliche Kosten.
In Deutschland gibt es allerdings die bekannte Sonderregel.
Bethesda weist ausdrücklich darauf hin, dass das Upgrade aufgrund deutscher Jugendschutzbestimmungen einen Euro kosten muss.
Der Konzern versteckt das nicht irgendwo im Kleingedruckten, sondern nennt die Deutschland-Ausnahme direkt in seinem offiziellen Support-Bereich.
Kostenlos.
Mit einem Preisschild.
Willkommen im deutschen PlayStation Store.
Warum gibt es überhaupt diesen einen Euro?
Das Phänomen ist deutschen PlayStation-Spielern nicht völlig unbekannt.
Bei bestimmten Inhalten mit höheren Altersfreigaben verwendet Sony in Deutschland seit Jahren teilweise einen symbolischen Kaufpreis, wenn ein Download ansonsten kostenlos angeboten würde.
Dadurch findet technisch beziehungsweise rechtlich ein Kaufvorgang statt, der mit den entsprechenden Alters- und Zahlungsprüfungen verbunden werden kann.
Das Ergebnis sind dann diese etwas absurden Angebote für 0,99 beziehungsweise 1 Euro.
Im Fall von Fallout 76 betrifft das ausdrücklich Spieler, die über PlayStation Plus Essential auf das Spiel zugreifen.
Wer Fallout 76 regulär gekauft hat oder den Titel über Extra beziehungsweise Premium nutzt, fällt nicht unter diese besondere Essential-Regel.
Dafür bekommt Fallout 76 endlich eine richtige PS5-Version
Immerhin steckt hinter dem Euro nicht einfach nur ein neues Icon im PlayStation Store.
Die native Fassung bringt mehrere technische Verbesserungen.
Bethesda nennt als Ziel 60 Bilder pro Sekunde auf PS5 und PS5 Pro.
Die normale PS5 unterstützt eine Auflösung von bis zu 1440p, während die PS5 Pro auf kompatiblen Displays mit 4K-Unterstützung arbeiten kann.
Variable Refresh Rate wird ebenfalls unterstützt.
Damit läuft Fallout 76 endlich als tatsächliche Version für aktuelle Konsolen statt lediglich über die bisherige PS4-Abwärtskompatibilität.
PlayStationInfo.de hatte bereits im Juni über die Vorbereitungen für die native PS5-Version von Fallout 76 berichtet.
Jetzt ist die neue Version tatsächlich da.
Fallout 76 hat eine ziemlich erstaunliche Reise hinter sich
Dass Bethesda Fallout 76 fast acht Jahre nach dem ursprünglichen Release noch einmal derart umfangreich technisch aktualisiert, wäre 2018 vermutlich kaum vorhersehbar gewesen.
Der Start des Spiels war berüchtigt.
Technische Probleme, Kritik am Content und zahlreiche Kontroversen machten Fallout 76 zunächst zu einem der schwierigsten Releases in Bethesdas Geschichte.
Seitdem hat sich allerdings einiges verändert.
Neue Inhalte, Erweiterungen und zahlreiche Updates haben das Spiel kontinuierlich ausgebaut.
Auch das enorme neue Interesse an Fallout durch die erfolgreiche TV-Serie dürfte der Reihe zusätzlich geholfen haben.
Bethesda investiert entsprechend weiter in das Online-Spiel, obwohl gleichzeitig neue Fallout-Projekte entstehen.
Auf PlayStationInfo.de gibt es inzwischen sogar die Bestätigung, dass Fallout 3 und Fallout: New Vegas als Remaster zurückkehren sollen.
Für Fallout-Fans dürften die kommenden Jahre damit ziemlich voll werden.
Ein Euro dürfte die wenigsten Spieler abhalten
Natürlich wäre es angenehmer, wenn „kostenlos“ in Deutschland einfach ebenfalls kostenlos bedeuten würde.
Der symbolische Euro dürfte allerdings kaum jemanden davon abhalten, die deutlich bessere PS5-Version herunterzuladen.
Viel wichtiger ist vermutlich, dass Bethesda die Essential-Spieler überhaupt nachträglich berücksichtigt.
Wer Fallout 76 also irgendwann über PlayStation Plus bekommen hat und sich beim Start der PS5-Version gewundert hat, warum plötzlich kein Upgrade verfügbar war:
Ihr habt nichts falsch gemacht.
Ihr müsst lediglich bis zum 25. September warten.
Und in Deutschland schon einmal einen Euro bereithalten.
Man könnte es als günstigstes PS5-Upgrade der Welt verkaufen.
Oder als teuerstes kostenlose Upgrade.
Beides stimmt irgendwie.
Was hältst du davon? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.
