Wer eine PS5 Pro besitzt, bekommt heute ein kleines Grafikgeschenk von Sony. Mit dem neuen Systemupdate 14.00 wird die verbesserte PSSR-Bildqualität nämlich nicht nur weiter ausgebaut – Sony aktiviert sie nach der Installation einfach automatisch.
Das ist interessanter, als es zunächst klingt.
Denn davon können auch Spiele profitieren, die ursprünglich noch für die ältere Version von PlayStation Spectral Super Resolution entwickelt wurden. PS5-Pro-Besitzer müssen dafür künftig nicht mehr selbst in den Einstellungen herumwühlen.
Update installieren, Spiel starten – fertig.
Sony verspricht dadurch unter anderem ein schärferes und klareres Bild.
Sony aktiviert das bessere PSSR jetzt automatisch
Das neue PS5-Systemupdate trägt die Versionsnummer 26.06-14.00.00 und steht seit dem 16. September 2026 zur Verfügung.
Für die normale PlayStation 5 gibt es mehrere neue Komfortfunktionen. Wirklich interessant wird das Update allerdings auf der PS5 Pro.
Dort wird die Einstellung „PSSR Bildqualität verbessern“ nach dem Update automatisch eingeschaltet.
Bislang mussten Besitzer der Konsole diese Option selbst aktivieren, wenn sie die verbesserte PSSR-Version auch für ältere kompatible Spiele verwenden wollten.
Genau dieser Schritt entfällt jetzt.
Wer die Funktion trotzdem nicht nutzen möchte, kann sie weiterhin unter Einstellungen > Bildschirm und Video > Videoausgabe > PSSR Bildqualität verbessern deaktivieren.
Sony macht allerdings ziemlich deutlich, welchen Zustand das Unternehmen inzwischen für den Normalfall hält: verbessertes PSSR an.
Auch ältere Spiele bekommen dadurch möglicherweise ein besseres Bild
Besonders spannend ist die Abwärtskompatibilität innerhalb von PSSR.
Das verbesserte Verfahren kann laut Sony auch bei Spielen verwendet werden, die noch auf die ursprüngliche PSSR-Version ausgelegt sind.
Das bedeutet nicht, dass plötzlich jedes ältere PS5-Spiel automatisch völlig anders aussieht.
Unterstützte Titel können jedoch von der neueren Bildrekonstruktion profitieren, ohne dass Spieler jedes Mal selbst die entsprechende Einstellung aktivieren müssen.
Sony spricht von einer schärferen und klareren Darstellung.
Die neuere PSSR-Version soll vor allem bei feinen Details und der Stabilität des Bildes Vorteile bringen.
Wie groß der Unterschied tatsächlich ausfällt, hängt weiterhin stark vom jeweiligen Spiel ab.
Gerade das ist bei Upscaling-Technologien wichtig: Ein Schalter verwandelt ein Spiel nicht plötzlich in ein Remaster.
PSSR hatte auf der PS5 Pro keinen einfachen Start
Dass Sony die Funktion inzwischen standardmäßig aktiviert, ist trotzdem bemerkenswert.
Beim Start der PS5 Pro war PSSR nicht in jedem Spiel ein uneingeschränkter Erfolg.
Besonders feine Strukturen, Haare, Vegetation oder bestimmte Bewegungen konnten bei einzelnen Titeln zu sichtbarem Flimmern und Rekonstruktionsfehlern führen.
Seitdem wurde die Technologie erheblich weiterentwickelt.
Im März 2026 führte Sony die verbesserte PSSR-Version breiter ein. Sie soll präziser rekonstruieren, Bewegungen stabiler darstellen und Entwicklern mehr Möglichkeiten geben, Bildqualität und Performance miteinander zu kombinieren.
Auf PlayStationInfo.de hatten wir bereits im August über die Beta des neuen PS5-Updates und die automatische PSSR-Aktivierung berichtet.
Was damals noch getestet wurde, landet jetzt regulär auf allen entsprechenden Konsolen.
Sony scheint seiner Technik inzwischen deutlich mehr zu vertrauen
Genau das ist vielleicht die interessanteste Botschaft hinter dem Update.
Eine optionale Funktion irgendwo in den Einstellungen anzubieten, ist eine Sache.
Sie für sämtliche Nutzer automatisch einzuschalten, ist etwas anderes.
Sony scheint inzwischen genügend Vertrauen in die überarbeitete Bildrekonstruktion zu haben, um sie zum Standard auf der PS5 Pro zu machen.
Das kommt zu einem interessanten Zeitpunkt.
Die PS5 Pro nähert sich ihrem zweiten Geburtstag und hat inzwischen eine deutlich größere Auswahl an Spielen, die ihre zusätzliche Leistung tatsächlich verwenden.
Auch in unserem Rückblick auf PlayStationInfo.de zur Frage, ob sich die PS5 Pro nach fast zwei Jahren inzwischen wirklich lohnt, spielte die Entwicklung von PSSR bereits eine wichtige Rolle.
Der Unterschied zwischen der Technik zum Start der Konsole und ihrem heutigen Stand ist inzwischen deutlich größer als noch vor einem Jahr.
Auch normale PS5-Spieler bekommen neue Funktionen
Wer keine PS5 Pro besitzt, geht beim Update trotzdem nicht leer aus.
Sony erweitert unter anderem den Sprachchat.
Spieler können sich künftig direkt anzeigen lassen, wer innerhalb eines Sprachchats gerade spricht. Die Einblendung lässt sich über die Sprachchat-Karte im Control Center aktivieren und an unterschiedlichen Stellen des Bildschirms positionieren.
Gerade bei größeren Gruppen dürfte das praktisch sein.
Wer schon einmal mit zehn Leuten gleichzeitig in einer Party war und irgendwann nicht mehr wusste, wem die Stimme gerade eigentlich gehört, kennt das Problem.
Die PS5 zeigt jetzt auch was andere gerade zocken
Ebenfalls neu ist das Widget „Community Aktivität“ im Willkommen Hub.
Dort gibt es zwei Ansichten.
„Im Trend“ zeigt zehn Multiplayer-Spiele oder Spielmodi, deren Popularität aktuell besonders stark steigt. Dadurch können beispielsweise neue Veröffentlichungen oder Spiele mit großen Updates schneller sichtbar werden.
Daneben gibt es eine Top-10-Liste.
Sie zeigt die zehn beliebtesten Spiele der vergangenen Woche im jeweiligen Land beziehungsweise in der Region des Nutzers.
Sony baut damit zumindest eine kleine Möglichkeit ein, direkt auf der Konsole zu sehen, welche Spiele gerade besonders stark genutzt werden.
Konkrete Spielerzahlen liefert die Funktion allerdings nicht.
Bluetooth komplett ausschalten – aber bitte nicht zu Hause
Eine weitere Änderung dürfte für die meisten Spieler kaum eine Rolle spielen.
Sony erlaubt in bestimmten Ländern und Regionen, Bluetooth über die erweiterten Zubehör-Einstellungen komplett abzuschalten.
Gedacht ist diese Option hauptsächlich für E-Sport-Veranstaltungen und vergleichbare Umgebungen mit vielen Konsolen und Controllern.
Für den normalen Heimgebrauch empfiehlt Sony die Funktion ausdrücklich nicht.
Wird Bluetooth vollständig abgeschaltet, kann die Konsole unter anderem nicht mehr in den Ruhemodus wechseln. Auch HDMI Device Link funktioniert anschließend nicht.
Für den typischen PS5-Besitzer gibt es also kaum einen Grund, diesen Schalter anzufassen.
Diesmal ist „verbesserte Stabilität“ tatsächlich nur die Randnotiz
Natürlich fehlt auch beim Update 14.00 der berühmte Hinweis auf verbesserte Leistung und Stabilität der Systemsoftware nicht.
Diesmal ist das aber ausnahmsweise nicht die eigentliche Nachricht.
Die spannendste Änderung betrifft eindeutig die PS5 Pro.
Sony hat PSSR seit dem Start der Konsole kontinuierlich weiterentwickelt und ist inzwischen offenbar an einem Punkt angekommen, an dem die verbesserte Bildrekonstruktion nicht mehr als optionales Extra behandelt wird.
Sie wird einfach eingeschaltet.
Und manchmal sind genau solche Updates für Besitzer einer teuren Pro-Konsole interessanter als irgendeine neue Menüanimation.
