Marvel’s Blade ist noch nicht gerettet.
Aber zumindest wurde die Uhr jetzt noch einmal zurückgestellt.
Microsoft hat Arkane Lyon einen zusätzlichen Monat gegeben, um eine Lösung für die Zukunft des Studios zu finden.
Statt am 13. November endet die entscheidende Konsultationsphase nun erst am 13. Dezember.
Bis dahin sucht Microsoft weiter nach einem Partner oder Käufer, der Arkane Lyon übernehmen beziehungsweise die laufende Entwicklungsarbeit unterstützen könnte.
Für Marvel’s Blade bedeutet das:
Das Spiel lebt weiterhin.
Aber seine Zukunft hängt inzwischen ziemlich direkt daran, ob jemand das Studio retten möchte.
Microsoft verlängert die Frist um einen Monat
Ursprünglich sollte die entscheidende Phase bereits am 13. November enden.
Jetzt hat Microsoft offiziell bestätigt, dass die Frist um einen weiteren Monat verlängert wird.
Neuer Termin:
- Dezember 2026.
In einer Stellungnahme erklärt Microsoft, man prüfe weiterhin verschiedene Möglichkeiten, darunter die Suche nach einem Partner, der das Studio bei der noch laufenden Entwicklungsarbeit unterstützen könne.
Damit ist klar:
Arkane Lyon wird nicht unmittelbar Mitte November geschlossen.
Das Studio bekommt zusätzliche Zeit.
Marvel’s Blade wird weiterhin entwickelt
Besonders wichtig für Spieler:
Microsoft spricht ausdrücklich von „development work still ahead“.
Das deutet darauf hin, dass bei Arkane Lyon weiterhin an Projekten gearbeitet wird.
Das wichtigste davon ist natürlich Marvel’s Blade.
Eine Einstellung des Spiels wurde bislang nicht offiziell bestätigt.
Auch die neue Verlängerung zeigt, dass Microsoft offenbar zumindest versucht, eine Lösung zu finden, bei der die laufende Arbeit nicht einfach sofort beendet wird.
Vor wenigen Tagen sah die Situation noch deutlich schlechter aus
Erst am 24. Oktober hatten wir auf PlayStationInfo.de über die drohende Schließung von Arkane Lyon und die 217 gefährdeten Arbeitsplätze berichtet.
Damals stand der 13. November als entscheidender Termin im Raum.
Die Gewerkschaften hofften bereits auf zusätzliche Zeit.
Genau diese Zeit gibt Microsoft nun tatsächlich.
Das ist noch keine Rettung.
Aber es verschiebt zumindest den Punkt, an dem eine endgültige Entscheidung fallen könnte.
Microsoft sucht offenbar weiterhin nach einem Käufer oder Partner
Der Hintergrund ist kompliziert.
Arkane Lyon gehört zu Microsoft, sitzt aber in Frankreich.
Dort gelten andere arbeitsrechtliche Regeln als beispielsweise in den USA.
Ein Studio dieser Größe kann nicht einfach von heute auf morgen geschlossen werden.
Microsoft muss einen geregelten Konsultationsprozess durchlaufen und verschiedene Alternativen prüfen.
Dazu gehört auch die Suche nach einem Käufer.
Genau hier liegt die große Hoffnung.
Ein anderes Unternehmen könnte Arkane Lyon übernehmen und zumindest einen Teil der Arbeitsplätze sowie möglicherweise laufende Projekte erhalten.
Aber gehört Blade dann automatisch dazu?
Nein.
Das ist einer der wichtigsten Punkte.
Selbst wenn ein Käufer für Arkane Lyon gefunden wird, bedeutet das nicht automatisch, dass Marvel’s Blade einfach mitverkauft wird.
Das Spiel basiert auf einer Marvel-Lizenz.
Microsoft ist Publisher.
Arkane ist Entwickler.
Disney beziehungsweise Marvel besitzen wiederum die Marke Blade.
Ein potenzieller Deal müsste deshalb wahrscheinlich mehrere bestehende Verträge berücksichtigen.
Ein Käufer könnte das Studio übernehmen, ohne automatisch die Rechte zu bekommen, genau dieses Spiel weiterzuentwickeln.
Wie ein möglicher Deal konkret aussehen würde, ist bislang nicht bekannt.
Die zusätzliche Zeit ist trotzdem ein positives Signal
Zumindest zeigt die Verlängerung, dass Microsoft offenbar noch nicht endgültig abgeschlossen hat.
Wäre bereits beschlossen worden, Arkane Lyon ohne weitere Gespräche zu schließen, gäbe es kaum einen Grund, die Konsultationsphase zu verlängern.
Microsoft spricht selbst davon, weiterhin nach Optionen zu suchen.
Das kann bedeuten:
kompletter Verkauf.
Teilübernahme.
Partnerschaft.
Finanzierung durch einen anderen Publisher.
Oder irgendeine Mischform.
Bis Dezember dürfte es deshalb weiterhin intensive Gespräche geben.
Für 217 Mitarbeiter geht es um mehr als nur ein Videospiel
Bei aller Aufmerksamkeit rund um Marvel’s Blade darf der wichtigste Punkt nicht untergehen.
Rund 217 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.
Hinter Arkane Lyon stehen Entwickler, Designer, Künstler, Programmierer und viele weitere Mitarbeiter, die teilweise seit Jahren oder Jahrzehnten beim Studio arbeiten.
Arkane Lyon hat Spiele wie Dishonored und Deathloop entwickelt und gehört zu den bekanntesten europäischen Studios innerhalb des Xbox-Konzerns.
Die mögliche Schließung wäre deshalb nicht nur für Blade ein Problem.
Sie würde auch eines der traditionsreicheren Teams der europäischen Spielebranche treffen.
Blade bleibt damit vorerst am Leben
Marvel’s Blade wurde 2023 angekündigt.
Seitdem gab es zwar nur begrenzte neue Informationen, das Projekt galt jedoch weiterhin als großes kommendes Arkane-Spiel.
Noch vor wenigen Monaten wurde die Entwicklung öffentlich gelobt.
Jetzt hängt plötzlich alles an Verhandlungen über die Zukunft des Studios.
Die gute Nachricht:
Der 13. November ist nicht mehr das unmittelbare Ende.
Die schlechte:
Der neue 13. Dezember ist trotzdem nur eine weitere Frist.
Wenn bis dahin keine tragfähige Lösung gefunden wird, könnte die Situation erneut eskalieren.
Ein Monat kann in solchen Verhandlungen sehr viel sein
Auf den ersten Blick klingt ein zusätzlicher Monat nicht nach viel.
Für Übernahmegespräche kann genau diese Zeit aber entscheidend sein.
Interessenten müssen Zahlen prüfen.
Verträge klären.
Mitarbeiterstrukturen bewerten.
Lizenzfragen lösen.
Und vermutlich mit Microsoft sowie weiteren Rechteinhabern verhandeln.
Arkane Lyon hat damit zumindest noch eine Chance.
Marvel’s Blade ebenfalls.
Ob aus dieser Verlängerung am Ende tatsächlich eine Rettung wird, entscheidet sich nun spätestens bis Mitte Dezember.
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