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Mass Effect Fans geben EA nicht auf und 200.000 Unterschriften setzen plötzlich richtig Druck auf

EA hat BioWare geschlossen und das nächste Mass Effect eingestellt.

Die Fans wollen das allerdings offenbar nicht einfach hinnehmen.

Die Petition unter dem Hashtag #SaveMassEffect hat inzwischen mehr als 200.000 Unterschriften gesammelt. Unterstützt wird die Aktion sogar von Jennifer Hale und Mark Meer, den beiden bekannten Stimmen von Commander Shepard.

Und ausgerechnet jetzt werden neue Details darüber bekannt, wie ambitioniert das eingestellte Spiel tatsächlich gewesen wäre.

Die Entwickler wollten offenbar erreichen, dass Entscheidungen aus der ursprünglichen Trilogie weit stärker berücksichtigt werden als je zuvor.

Mehr als 200.000 Menschen wollen Mass Effect retten

Die Petition wurde nach der Schließung von BioWare gestartet und fordert EA dazu auf, die Marke nicht einfach verschwinden zu lassen.

Dabei gibt es zwei zentrale Forderungen.

Entweder soll Electronic Arts selbst wieder in ein neues Mass Effect investieren.

Oder EA soll die Marke an ein anderes Studio lizenzieren, das die Reihe fortsetzen könnte.

Inzwischen haben mehr als 200.000 Menschen unterschrieben.

Damit ist aus einer kleinen Fanaktion innerhalb weniger Tage eine ziemlich große Kampagne geworden.

Auch auf PlayStationInfo.de haben wir bereits über den wachsenden Protest nach dem BioWare-Aus berichtet.

Shepard selbst mischt sich jetzt ein

Besonders viel Aufmerksamkeit bekommt die Kampagne durch Jennifer Hale und Mark Meer.

Beide sind seit der ursprünglichen Trilogie eng mit Commander Shepard verbunden.

Hale sprach öffentlich über die Idee, Fans, Investoren und ein neues Entwicklerstudio zusammenzubringen, um Mass Effect möglicherweise auf anderem Weg weiterzuführen.

Meer unterstützte die Aktion ebenfalls und rief Fans dazu auf, die Petition zu unterschreiben.

Das bedeutet natürlich nicht, dass bereits ein neues Studio bereitsteht oder EA über einen Verkauf verhandelt.

Trotzdem zeigt die Unterstützung, wie emotional das Ende von BioWare selbst für ehemalige Beteiligte ist.

Und dann verrät ein Entwickler was Mass Effect 5 eigentlich werden sollte

Parallel zur Petition hat Romain Toutain, Technical Director der Reihe, neue Details über das eingestellte Spiel veröffentlicht.

Das Projekt wurde intern offenbar als Mass Effect Universe bezeichnet.

Besonders spannend war ein geplantes System rund um die Entscheidungen der Spieler.

Statt alte Spielstände lediglich oberflächlich einzulesen, sollte das Spiel verschiedene mögliche Zeitlinien erzeugen.

Die Idee war offenbar, jede wichtige Entscheidung aus der ursprünglichen Trilogie in eine konsistente neue Welt zu übertragen.

Eure Entscheidungen sollten tatsächlich Konsequenzen behalten

Toutain beschreibt ein System, das permanent prüfen sollte, ob die aktuelle Spielwelt logisch noch funktioniert.

Ein einfaches Beispiel:

Ihr habt in einem älteren Spiel eine Figur getötet, die für eine spätere Mission eigentlich notwendig wäre.

Dann sollte Mass Effect Universe nicht einfach so tun, als wäre diese Figur plötzlich wieder da.

Das Spiel hätte stattdessen reagieren können.

Die Mission hätte scheitern können.

Eine andere Figur hätte einspringen können.

Oder die Handlung hätte sich auf einen alternativen Weg bewegt.

Der Entwickler spricht von einem Ziel, den Spielern möglichst große „absolute autonomy“ zu geben.

Das klingt deutlich ambitionierter als ein normaler Save Import

Mass Effect war schon immer dafür bekannt, Entscheidungen aus früheren Teilen mitzunehmen.

Wer bestimmte Figuren rettete oder sterben ließ, bekam später andere Dialoge, Missionen oder Begegnungen.

Das neue System sollte offenbar deutlich weiter gehen.

Nicht nur einzelne Flags sollten überprüft werden.

Die gesamte Spielwelt sollte sich flexibel an vorherige Entscheidungen anpassen.

Wenn das wirklich funktioniert hätte, wäre daraus vermutlich eines der komplexesten Entscheidungssysteme eines großen Rollenspiels geworden.

Genau deshalb tut die Einstellung jetzt noch mehr weh

Diese neuen Details kommen zu einem ziemlich bitteren Zeitpunkt.

EA hat BioWare am 21. Oktober offiziell geschlossen.

Die Entwicklung des nächsten Mass Effect wurde gleichzeitig beendet.

Auf PlayStationInfo.de haben wir bereits zusammengefasst, wie weit das Projekt offenbar schon war und warum ehemalige Autoren so enttäuscht reagieren.

Dass nun immer mehr technische und kreative Details auftauchen, macht die Entscheidung für Fans nicht unbedingt leichter.

200.000 Unterschriften bedeuten noch lange kein Comeback

So groß die Petition inzwischen ist:

EA muss darauf nicht reagieren.

Eine Petition ist rechtlich nicht bindend.

Auch die Unterstützung ehemaliger Sprecher verpflichtet den Publisher zu nichts.

Mass Effect gehört weiterhin Electronic Arts.

Ob EA die Marke selbst irgendwann wiederbelebt, verkauft oder lizenziert, entscheidet allein das Unternehmen.

Bislang gibt es keine Ankündigung, dass sich an der Einstellung etwas geändert hätte.

Aber komplett verschwunden ist Mass Effect offenbar noch nicht

Zumindest die Marke lebt weiter.

Amazon arbeitet weiterhin an einer geplanten Mass-Effect-Serie.

Auch das Thema Lizenzierung wird durch die Petition nun deutlich stärker diskutiert.

Vielleicht passiert am Ende gar nichts.

Vielleicht lässt EA Mass Effect einige Jahre ruhen.

Oder vielleicht findet sich tatsächlich irgendwann ein Studio, das die Reihe übernehmen darf.

200.000 Unterschriften garantieren kein neues Spiel.

Sie zeigen EA aber ziemlich deutlich, dass sehr viele Menschen noch nicht bereit sind, Shepard und das Mass-Effect-Universum einfach abzuschreiben.

Und je mehr wir darüber erfahren, was das eingestellte Spiel eigentlich werden sollte, desto verständlicher wird dieser Protest.

Was hältst du davon? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

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