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World of Warcraft: Forever sieht im neuen Trailer verdammt gut aus – Blizzard setzt alles auf Nostalgie

Blizzard dreht die Uhr zurück – aber eben nicht einfach nur zurück. Mit World of Warcraft: Forever bekommt Azeroth im November eine neue Version, die sich bewusst an den Anfangsjahren des MMORPG-Giganten orientiert und trotzdem neue Geschichten erzählen will. Ein neuer Cinematic-Trailer zeigt jetzt, wohin die Reise gehen soll.

Und wer mit World of Warcraft groß geworden ist, dürfte bei einigen Bildern ziemlich schnell dieses alte Azeroth-Gefühl bekommen.

Am 5. November 2026 geht World of Warcraft: Forever für Spieler in Deutschland an den Start. Bereits am 17. September beginnt die Beta. Das Spannende daran: Blizzard behandelt Forever nicht einfach wie die nächste Classic-Neuauflage, sondern möchte daraus einen dauerhaft weiterentwickelten Zweig von World of Warcraft machen.

Blizzard schickt Spieler zurück in ein anderes Azeroth

Das Grundprinzip klingt zunächst nach einer ordentlichen Portion Nostalgie.

World of Warcraft: Forever führt Spieler zurück auf die ursprünglichen Kontinente und setzt erneut auf eine Maximalstufe von 60. Wer deshalb allerdings mit einer nahezu unveränderten Version des alten World of Warcraft rechnet, liegt daneben.

Blizzard baut die bekannte Welt aus, greift Bereiche und Geschichten auf, die damals kaum oder gar nicht behandelt wurden, und möchte daraus eine alternative Entwicklung Azeroths entstehen lassen.

Zeitlich befindet sich Forever nach den Ereignissen von Warcraft III Reforged: Forsaken Kingdom und vor Molten Core.

Damit entsteht ein interessanter Mittelweg: Die bekannten Grundlagen bleiben erhalten, Blizzard ist bei neuen Geschichten und Inhalten aber nicht mehr vollständig an den Verlauf gebunden, den World of Warcraft in den vergangenen zwei Jahrzehnten genommen hat.

Der neue Trailer setzt voll auf das alte Warcraft-Gefühl

Der neue Cinematic-Trailer hört auf den Namen „New Horizons“ und macht schnell deutlich, welche Stimmung Blizzard erzeugen möchte.

Es geht weniger darum, World of Warcraft einfach noch größer und spektakulärer zu machen. Stattdessen rücken Azeroth selbst, seine Bewohner und dieses alte Gefühl einer riesigen Welt wieder stärker in den Vordergrund.

Genau das gehört auch zur offiziellen Idee hinter Forever: Nicht nur das Endgame soll zählen, sondern wieder stärker der Weg dorthin.

Für Spieler, die sich noch an die ersten Jahre von World of Warcraft erinnern, dürfte das durchaus interessant werden. Damals bestand ein großer Teil des Reizes schließlich darin, überhaupt herauszufinden, was hinter dem nächsten Hügel wartet.

World of Warcraft: Forever versucht offensichtlich, einen Teil dieses Gefühls zurückzuholen – ohne sämtliche Entwicklungen der vergangenen 22 Jahre einfach zu ignorieren.

Neue Gebiete und eine komplett neue spielbare Rasse

Nur bei Nostalgie bleibt es deshalb nicht.

Mit Forever erweitert Blizzard das klassische Azeroth um mehrere Bereiche. Dazu gehören unter anderem Mount Hyjal, Shen’dralas, die Riverglades und Zephras Isle.

Besonders Zephras Isle spielt eine wichtige Rolle. Die schwebende Insel ist das Startgebiet der neuen spielbaren Rasse der Skyborne und begleitet entsprechende Charaktere von Stufe 1 bis 12.

Auch die Skyborne selbst sollen mehr sein als nur eine weitere optische Variante bestehender Völker. Ihre Geschichte hängt unmittelbar mit Zephras Isle und der Krise zusammen, die das Gebiet bedroht.

Die Riverglades wiederum sollen allein mehr als 150 neue Quests bieten und sich vor allem an Charaktere im mittleren Levelbereich richten.

Damit wird langsam deutlich, wie umfangreich Blizzard das ursprüngliche Azeroth tatsächlich anfassen möchte.

Forever soll nicht einfach „WoW Classic Plus“ heißen

Genau dieser Punkt macht das Projekt so interessant.

Seit Jahren wird innerhalb der WoW-Community über eine Art „Classic Plus“ diskutiert: ein World of Warcraft, das auf dem ursprünglichen Spiel basiert, anschließend aber einen anderen Weg einschlägt und neue Inhalte bekommt, statt einfach die bekannten Erweiterungen erneut abzuarbeiten.

World of Warcraft: Forever kommt dieser Idee ziemlich nahe.

Blizzard bezeichnet den neuen Zweig als dauerhafte Heimat neben dem modernen World of Warcraft und den bestehenden Classic-Angeboten. Die bekannte Welt bildet also den Ausgangspunkt, muss anschließend aber nicht zwingend wieder denselben Weg über Burning Crusade, Wrath of the Lich King und sämtliche folgenden Erweiterungen nehmen.

Für die Entwickler eröffnet das einige Möglichkeiten.

Alte, nie vollständig umgesetzte Ideen können zurückkehren. Bekannte Regionen lassen sich erweitern. Gleichzeitig können neue Figuren und Geschichten entstehen, ohne dass Blizzard jedes Ereignis aus mehr als zwei Jahrzehnten WoW berücksichtigen muss.

Für Forever braucht ihr kein zusätzliches Grundspiel

Auch beim Geschäftsmodell gibt es eine wichtige Information.

Der grundsätzliche Zugang zu World of Warcraft: Forever wird Bestandteil eines aktiven World-of-Warcraft-Abonnements beziehungsweise vorhandener Spielzeit sein.

Daneben verkauft Blizzard optionale Upgrade-Pakete.

Über diese gibt es beispielsweise Zugriff auf die neue Skyborne-Rasse und deren Startgebiet Zephras Isle, kosmetische Gegenstände, Reittiere und weitere Extras. Die höherpreisigen Pakete enthalten außerdem Zugang zur Beta, die am 17. September beginnt.

Forever selbst soll also nicht als separates Vollpreisspiel neben World of Warcraft verkauft werden.

Blizzard hat mit Forever ziemlich viel zu beweisen

Die Idee klingt auf dem Papier fast wie ein Wunschprojekt langjähriger WoW-Spieler.

Zurück nach Azeroth, zurück auf Stufe 60, zurück zu einer Welt, in der der Weg wieder wichtiger sein soll – gleichzeitig aber mit neuen Gebieten, Quests, Völkern und Geschichten.

Genau darin liegt allerdings auch die Herausforderung.

Blizzard muss das Gefühl des ursprünglichen World of Warcraft treffen, ohne lediglich ein weiteres Nostalgieprodukt daraus zu machen. Zu viele moderne Änderungen könnten alte Fans abschrecken. Zu wenig Neues würde wiederum die Frage aufwerfen, warum Spieler nicht einfach bei Classic bleiben sollten.

World of Warcraft: Forever muss genau zwischen diesen beiden Seiten landen.

Der neue Trailer zeigt zumindest sehr deutlich, welches Gefühl Blizzard verkaufen möchte. Azeroth soll wieder unbekannter, gefährlicher und ein Stück weit magischer wirken.

Ob dieses Versprechen auch beim Spielen funktioniert, lässt sich bald erstmals ausprobieren. Die Beta beginnt am 17. September 2026, bevor World of Warcraft: Forever für deutsche Spieler am 5. November seine Tore öffnet.

Und nach mehr als 20 Jahren World of Warcraft ist vielleicht ausgerechnet ein neuer Anfang in der alten Welt eine der spannendsten Ideen, die Blizzard für Azeroth noch im Köcher hatte.

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