Die Arbeit hinter den Kulissen von Videospielen kann deutlich härter sein, als viele denken. Das zeigt eine Geschichte rund um Resident Evil: Schauspieler Nick Apostolides, die Stimme von Leon S. Kennedy in den Remakes, ist während einer Aufnahme-Session im Studio kollabiert. Der Vorfall wurde erst kürzlich öffentlich und sorgt jetzt für Aufmerksamkeit.
Aufnahme ging körperlich an die Grenzen
Apostolides wollte seine Rolle möglichst authentisch umsetzen. Gerade bei intensiven Szenen mit Schreien, Schmerzen und Kampfgeräuschen setzte er auf eine besonders physische Herangehensweise.
Stundenlang nahm er solche Szenen auf und probierte verschiedene Methoden aus, um den Klang realistischer wirken zu lassen. Ziel war es, die Belastung der Figur auch akustisch spürbar zu machen.
Bewusstlos durch eigene Methode
Im Laufe der Session entschied sich der Sprecher, seinen Atem gezielt einzuschränken, um die Geräusche echter klingen zu lassen. Genau das wurde ihm jedoch zum Verhängnis.
Durch die Kombination aus Erschöpfung und Sauerstoffmangel verlor er kurzzeitig das Bewusstsein und brach im Studio zusammen. Zunächst hielten einige Beteiligte die Situation für gespielt, bevor klar wurde, dass es sich um einen echten Vorfall handelte.
Aufnahme landete im fertigen Spiel
Trotz des Zwischenfalls blieb Apostolides unverletzt. Die Szene wurde sogar im finalen Spiel verwendet, was den Moment im Nachhinein noch bemerkenswerter macht.
Der Schauspieler selbst sieht die Sache heute kritisch. Er betont, dass er daraus gelernt hat und rät davon ab, solche extremen Methoden zu nutzen.
Blick hinter die Gaming Branche
Der Vorfall zeigt, wie intensiv die Arbeit von Synchronsprechern in der Gaming-Branche sein kann. Gerade bei Actionspielen sind die Anforderungen hoch, sowohl körperlich als auch stimmlich.
Viele Sprecher berichten von starker Belastung während der Aufnahmen. Der Fall von Apostolides ist dabei ein extremes Beispiel dafür, wie weit manche gehen, um eine Rolle möglichst realistisch darzustellen.
Die Geschichte rund um die Aufnahme von Leon zeigt, dass hinter Videospielen oft mehr Einsatz steckt, als man auf den ersten Blick vermutet. Gleichzeitig macht sie deutlich, wo die Grenzen liegen sollten.
Quelle: Link
