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Geleakter Bericht enthüllt: So viel Geld verdient Ubisoft mit Mikrotransaktionen in Assassin’s Creed

Ubisoft steht seit Monaten massiv unter Druck. Entlassungswellen, eingestellte Projekte und verschobene Veröffentlichungen – darunter auch das geplante Remake von Assassin’s Creed Black Flag – haben das öffentliche Bild des Publishers nachhaltig beschädigt. Ein Thema sorgt jedoch schon seit Jahren für anhaltenden Unmut in der Community: Mikrotransaktionen in Assassin’s-Creed-Spielen, obwohl es sich um klassische Singleplayer-Erfahrungen handelt.

Ein nun geleaktes internes Dokument liefert neue und brisante Einblicke in die wirtschaftlichen Hintergründe dieser Strategie.

Fast 100 Millionen Euro Umsatz – pro Spiel

Der Leak stammt vom bekannten französischen YouTuber j0nathan, der entsprechende Zahlen öffentlich gemacht hat. Demnach soll Assassin’s Creed Odyssey rund 94 Millionen Euro allein durch Mikrotransaktionen (MTX) generiert haben.

Noch höher fällt der Betrag bei Assassin’s Creed Valhalla aus. Laut den geleakten Dokumenten erzielte der Titel etwa 112 Millionen Euro Umsatz durch optionale Käufe.

Ein besonders großer Anteil entfällt dabei auf sogenannte Zeitersparnis-Mikrotransaktionen. In Odyssey sollen Spieler rund 47 Millionen Euro für XP-Booster und ähnliche Angebote ausgegeben haben, während es bei Valhalla etwa 35 Millionen Euro gewesen sein sollen.

Monetarisierung beeinflusst das Spieldesign

Diese Zahlen verdeutlichen, dass Mikrotransaktionen für Ubisoft längst kein Nebengeschäft mehr sind. Vielmehr stellen sie ein zentrales wirtschaftliches Standbein der Assassin’s-Creed-Reihe dar – mit spürbaren Auswirkungen auf das Spieldesign.

Die seit Jahren geäußerte Kritik an grindlastigen Fortschrittssystemen in den neueren RPG-Ablegern erhält durch den Leak neue Nahrung. Längere Levelphasen, hohe XP-Anforderungen und langsamer Fortschritt erhöhen nachweislich die Attraktivität kostenpflichtiger Booster. Der Verdacht liegt nahe, dass diese Designentscheidungen nicht zufällig getroffen wurden.

Animus Hub als nächste Eskalationsstufe

Auch der kommende Animus Hub, der mit Assassin’s Creed Shadows eingeführt wird, erscheint vor diesem Hintergrund in einem neuen Licht. Der Hub integriert Mikrotransaktionen deutlich prominenter in die Benutzeroberfläche und fungiert als verpflichtender Einstiegspunkt, bevor Spieler ins eigentliche Spiel gelangen.

Damit werden optionale Käufe nicht nur angeboten, sondern strukturell in das Spielerlebnis eingebettet – ein Schritt, der bereits im Vorfeld auf deutliche Kritik innerhalb der Community gestoßen ist.

Wirtschaftlich nachvollziehbar – emotional umstritten

So kontrovers Mikrotransaktionen in Singleplayer-Spielen auch sind, die nun bekannten Umsatzzahlen erklären, warum Ubisoft an diesem Modell festhält. Wenn einzelne Titel fast oder sogar über 100 Millionen Euro durch optionale Käufe generieren, wird der wirtschaftliche Stellenwert dieser Strategie deutlich.

Ob dieser Kurs langfristig tragfähig ist, bleibt jedoch offen. Angesichts zunehmender Spielerermüdung, wachsender Kritik an aggressiver Monetarisierung und dem aktuell angeschlagenen Image des Publishers könnte sich diese Strategie künftig auch als Risiko erweisen.

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