Bei Microsoft Gaming kommt es zu einem historischen Führungswechsel: Phil Spencer, langjähriger Kopf der Xbox-Sparte, verabschiedet sich aus seiner Führungsrolle und leitet damit eine neue Ära für die Gaming-Organisation ein. Parallel dazu verlässt Sarah Bond das Unternehmen, während Asha Sharma zur neuen CEO von Microsoft Gaming ernannt wird. Die Änderungen sollen offiziell ab dem 23. Februar wirksam werden und markieren einen der größten personellen Einschnitte in der Geschichte der Xbox-Marke.
Spencer bleibt Microsoft zunächst noch beratend erhalten, um den Übergang in der Führungsetage stabil zu begleiten.
Ende einer prägenden Xbox-Ära
Phil Spencer gilt als eine der wichtigsten Figuren der modernen Xbox-Strategie. Seit Jahrzehnten bei Microsoft tätig und seit 2014 Leiter der Gaming-Sparte, verantwortete er zentrale Weichenstellungen wie die Einführung des Xbox Game Pass, den Ausbau der Abwärtskompatibilität sowie die großen Übernahmen von ZeniMax und Activision Blizzard.
Unter seiner Führung entwickelte sich Xbox zunehmend zu einem plattformübergreifenden Ökosystem, das neben Konsolen auch PC, Cloud und Dienste stärker in den Mittelpunkt rückte.
Neue CEO Asha Sharma setzt auf Spiele, Konsole und Technologie
Mit Asha Sharma übernimmt eine Führungskraft mit starkem Technologie- und KI-Hintergrund die Leitung von Microsoft Gaming. Sie betonte in ihrer ersten internen Botschaft, dass großartige Spiele weiterhin die oberste Priorität bleiben sollen. Gleichzeitig soll Xbox trotz wachsender Cloud-Strategie seinen Konsolen-Wurzeln treu bleiben.
Sharma hob hervor, dass Gaming heute auf mehreren Geräten stattfindet, Xbox jedoch weiterhin als Plattform mit starker Konsolenidentität positioniert werden soll.
Sarah Bond verlässt Microsoft überraschend
Ein weiterer bedeutender Einschnitt ist der Abgang von Sarah Bond. Sie spielte eine Schlüsselrolle bei der Plattformstrategie, dem Ausbau des Game Pass sowie der Cloud-Gaming-Initiativen und galt intern als eine der wichtigsten Führungspersönlichkeiten der Xbox-Sparte.
Ihr Weggang fällt in eine Phase strategischer Neuausrichtung, in der Microsoft Gaming seine Struktur und langfristige Ausrichtung überprüft.
Matt Booty übernimmt erweiterte Rolle für Studios
Im Zuge der Umstrukturierung wird Matt Booty zum Chief Content Officer befördert. In dieser neu geschaffenen Position verantwortet er künftig das globale Studioportfolio, einschließlich großer Entwicklerteams wie Bethesda, Blizzard, Activision und den Xbox Game Studios.
Ziel ist es, die Entwicklung und Veröffentlichung großer First-Party-Titel effizienter zu koordinieren und die Pipeline großer Marken zu stärken.
Strategischer Wandel vor der nächsten Gaming-Generation
Die Führungswechsel kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt für Microsoft Gaming. Während Konsolenverkäufe zuletzt unter Druck standen, investiert das Unternehmen weiterhin stark in große Marken wie Fable, Gears of War und Forza sowie in sein serviceorientiertes Ökosystem.
Gleichzeitig betonte die neue Führung, dass künstliche Intelligenz zwar eine wichtige Rolle in der Zukunft spielen werde, kreative Prozesse jedoch weiterhin von Entwicklern getragen werden sollen. Der Fokus liege auf Innovation, neuen Geschäftsmodellen und langfristigem Wachstum in einer sich wandelnden Gaming-Branche.
Der Umbruch könnte damit ein Signal für eine neue strategische Phase bei Xbox sein – insbesondere mit Blick auf die nächste Konsolengeneration und die zunehmende Bedeutung von Cloud, Services und globalen Spieleplattformen.
