Zu Resident Evil Requiem ist neues, umfangreiches Gameplay-Material veröffentlicht worden. Ein rund 18 Minuten langes Video liefert frische Eindrücke aus dem kommenden Serienteil und zeigt erstmals ausführlich, wie sich die beiden spielbaren Charaktere Leon S. Kennedy und die neue Protagonistin Grace Ashcroft voneinander unterscheiden. Gleichzeitig rückt Capcom die Rückkehr nach Raccoon City erneut in den Mittelpunkt – allerdings mit deutlich verändertem Tonfall.
Action trifft auf klassischen Survival-Horror
Das gezeigte Material macht schnell klar, dass Capcom bewusst zwei unterschiedliche Spielerlebnisse anbietet. Leons Gameplay orientiert sich stark an modernen Ablegern der Reihe und erinnert in Tempo und Inszenierung an das Resident Evil 4 Remake. Schusswechsel, aggressive Gegner und ein hohes Bewegungstempo prägen seine Abschnitte.
Grace Ashcroft hingegen steht für das andere Extrem. Ihre Sequenzen setzen auf Anspannung, Unsicherheit und klassische Survival-Horror-Elemente. Statt direkter Konfrontation dominieren Flucht, Verstecken und das vorsichtige Erkunden der Umgebung. Capcom beschreibt diesen Ansatz selbst als „süchtig machende Angst“. Die Entwicklung der Figur ist dabei Teil des Konzepts: Grace beginnt als verängstigte Protagonistin und wächst im Verlauf der Geschichte an ihren Erfahrungen.
Raccoon City als erzählerischer Kern
Resident Evil Requiem spielt 30 Jahre nach der Zerstörung von Raccoon City durch den Raketenangriff. Capcom begründet die erneute Rückkehr an diesen Ort damit, dass die Identität der Serie untrennbar mit Umbrella Corp und den Ereignissen in der Stadt verbunden sei. Ziel sei es, die langfristigen Folgen dieser Katastrophe zu beleuchten.
Bekannte Schauplätze wurden technisch stark modernisiert und atmosphärisch neu interpretiert. Das Gameplay-Video zeigt detaillierte Umgebungen, dynamische Lichtquellen und eine dichte Horror-Atmosphäre, die den Wiedererkennungswert bewahrt, ohne nostalgisch zu wirken.
PC-Version mit moderner Technik – inklusive Denuvo
Auch für PC-Spieler hält das neue Material relevante Informationen bereit. Capcom bestätigt die Unterstützung von Path Tracing, wodurch insbesondere Besitzer moderner RTX-Grafikkarten von realistischer Beleuchtung profitieren sollen. Gleichzeitig wurde bestätigt, dass Denuvo als Kopierschutz zum Einsatz kommt – ein Punkt, der voraussichtlich erneut für kontroverse Diskussionen sorgen wird.
Vielversprechender Ausblick auf den nächsten Serienteil
Die 18-minütige Gameplay-Präsentation zeigt deutlich, dass Resident Evil Requiem verschiedene Spielertypen ansprechen will. Die klare Trennung zwischen actionorientiertem Gameplay mit Leon und intensivem Horror mit Grace, kombiniert mit der Rückkehr nach Raccoon City, deutet auf einen inhaltlich wie spielerisch ambitionierten Serienteil hin.

