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Red Dead Redemption 2 – Was ist eigentlich der Wilde Westen?

Mit Red Dead Redemption 2 schickt uns Rockstar Games schon zum dritten Mal in den Wilden Westen. Wir werden eine Zeit erleben, in der ein großer Wandel der Gesellschaft passiert. Das Spiel wird 10 Jahre vor „Red Dead Redemption“ spielen und uns in eine Ära werfen, welches das Ende der Outlaw Gangs einläutet. Arthur Morgen, unser Hauptcharakter, ist einer dieser letzten Gesetzlosen. Rockstar Games achtet stets auf eine große Detailliebe. Aber was ist denn wirklich in dieser Zeit passiert? Das wollen wir euch heute ein wenig näherbringen.

Der Wilde Westen

Der Wilde Westen wurde umgangssprachlich und geographisch als das Gebiet bezeichnet, das Westlich des Mississippi River lag. Dieser Fluss entspringt dem Lake Itasca im nördlichen Minnesota und mündet südlich von New Orleans in den Golf von Mexiko. Dieser Fluss grenzte den Osten vom Westen. Als die europäischen Siedler an der Ostküste landeten und sich dort niederließen, vertrieben sie die dort lebenden Indianer. Bis 1889 war dieses Gebiet im Westen „Indianerland“ und für östliche Siedler verboten. Aus der Vertreibung und Landenteignung resultierte ein ständig andauernder Krieg mit den Indianern.

Das Ende 

Ab 1889 wurde durch die Oststaaten das Besiedeln des Westens offiziell freigegeben. Die dort ansässigen Indianer stellten sich zwar gegen die Siedler und die US-Armee. Nach dem Massaker am Wounded Knee wurde jedoch der letzte Widerstand gebrochen. Dabei starben 200-300 Lakota-Indianer, darunter auch Frauen und Kinder. Viele Häuptlinge der Ureinwohner Amerikas, wurden durch die Armee getötet und die restlichen Überlebenden Indianer wurden aus Angst in Reservaten untergebracht. In Red Dead Redemption 2 werden wir auch Indianer treffen können. Da das Spiel aber viele Jahre nach den Kriegen spielt, werden diese auch nur in speziellen Bereichen anzutreffen sein.

Der Homestead Act

Nachdem die Grenzen offen waren und die Siedler den „Westen“ offiziell besiedeln durften, zog es viele Europäer in dieses Gebiet. Im Sinn hatten sie Landbesitz oder Reichtum durch wertvolle Edelmetalle wie Gold. Der Homestead Act bestärkte die Rancher bei ihrem Vorhaben, Land zu besitzen und zu bewirtschaften. Dieses Heimstättengesetz legte fest, dass jede Person über 21 Jahren sich ein unbesiedeltes Stück Land suchen durfte, um sich dort niederzulassen. Die Größe des Landes lag bei ca 64 ha. Überlebte der Siedler 5 Jahre auf diesem Grundstück, wurde er zum Eigentümer. Aber nicht nur einige Farmen werden wir mit Arthur besuchen, auch die Eisenbahn wurde immer weiter nach Westen ausgebaut und wird des Öfteren ein Überfall Ziel sein.

Die Gesetzlosen

Die weiten Landstrecken ließen neue Berufe entstehen, wie etwa den des Cowboys. Dieser Berufsstand war dafür zuständig, die großen Kuhherden zusammen zu halten oder sie zum Fleischmarkt zu treiben. Mit dem Ausbau der Eisenbahn und Verbreitung des Stacheldrahtzauns, wurden immer mehr Cowboys arbeitslos. Kühe konnte nämlich auch ohne ihre Hilfe an einem festen Ort bleiben. Das führte dazu, dass viele Cowboys in die Gesetzlosigkeit flohen und sich in Verbrecherbanden zusammenfanden. Aber nicht nur arbeitslose Cowboys waren Mitglieder dieser Banden, auch Kriegsrückkehrer des Sezessionskrieges fanden im Westen einen gesetzlichen Freiraum. Diese gescheiterten oder verrohten Personen erhielten durch die Verbrecherbanden ein neues Zuhause und Gleichgesinnte.

Code of the West

Für die Cowboys gab es einen Verhaltenskodex, der sich auf ihr allgemeines Leben übertragen lies. An erste Stelle steht, „Halte dein Wort“. Wenn etwas versprochen wurde, musste es auch gehalten werden. Aus diesem Grund konnten auch Geschäfte getätigt werden, ohne die Ware vorher gesehen zu haben und wurden lediglich mit einem Handschlag bestätigt. Außerdem sollte der eine Cowboy dem anderen helfen, ohne ihn ausbeuten zu wollen. Brach jemand diesen Kodex wurde er mit Verachtung gestraft. Ein wichtiges Detail im Kodex war die Beziehung mit seinem Pferd. Denn das Pferd eines Mannes ist der wertvollste und unantastbarste Besitz. Gerade dieser Umstand wird im Spiel damit verbunden, dass das eigene Pferd sterben kann und man einen Wertvollen Partner verliert. Umso besser wir auf unser Pferd achten, desto stärker wird auch seine Beziehung zu uns. Auf diesem Kodex wurde zur Not auch gewaltsam bestanden, dann galt Gewalt vor Recht.

Der Mythos

Das Bild der Revolverhelden oder Outlaws wurde weithin durch einen Mythos geprägt. Bestärkt durch bekannte Charaktere wie etwa Billy the Kid oder Wyatt Earp. Wo Billy the Kid eher als Outlaw für das Volk galt wurde Earp von der Regierung beauftragt. Diese Outlaws bewegten sich in einer Grau-Zone des Gesetzes und regelten viele Auseinandersetzungen mit Gewalt. Die Regierung stellte in diesem Zuge die Pinkertons ein, um die regierungsfeindlichen Verbrecher zu jagen. In Red Dead Redemption 2 werden wir es sicher auch mit dieser Art Geheimdienst zu tun bekommen. Aber auch korrupte Sherriffs oder Gesetzeshüter wird es sicherlich geben. Revolverduelle, wie im Spiel oder Film oft gezeigt, gab es natürlich nicht in der Realität. Dafür waren die Waffen zu ungenau. Aber auch das zählt zum Mythos und gehört in den Wilden Westen, wie das Pferd zum Cowboy.

Das war unsere kleine Einführung in den Wilden Westen und können den Release kaum abwarten. Viel Spaß mit Arthur Morgen, der van der Linde Gang und Rockstar Games neuem Western Epos.

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